Roma-Holocaust
Eine halbe Million Ermordete
Dieser Artikel ist Teil unseres Bezahl-Angebots BZ+
Wenn Sie ein Abo von BZ+ abschließen, dann erhalten Sie innerhalb von 12 Stunden einen Benutzernamen und ein Passwort, mit denen Sie sich einmalig einloggen. Danach können Sie alle Artikel von BZ+ lesen. Außerdem erhalten Sie Zugang zu einigen speziellen, sich ständig erweiternden Angeboten für unsere Abonnenten.

Der Roma-Staatssekretär im Innenministerium, Attila Sztojka, sprach bei der zentralen Gedenkfeier zum Roma-Holocaust über die Tragödie, die sich in der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 ereignete. Mehr als 3.000 Roma wurden im Vernichtungslager Auschwitz von SS-Schergen auf deren Flucht vor den alliierten Truppen ermordet.
Jeden Tag wachsam sein
Der Holocaust war eines der verheerendsten Ereignisse der Menschheitsgeschichte, das tägliche Wachsamkeit erfordert und nicht nur ein Gedenken einmal pro Jahr. Selbst kleinste Anzeichen von Hassreden müssen entschieden zurückgewiesen werden, da Hass, Konfrontation und Spaltung unweigerlich zu Tragödien führen. Eine Nation kann nur dann wahrhaft stark sein, wenn sie sich um ihre schwächsten Mitglieder und ihre verschiedenen Nationalitäten kümmert.
Spaltung zwischen Menschen und Gott
János Horváth, Leiter der Generaldirektion für soziale Chancengleichheit (TEF), erklärte, dass der Holocaust in der Sprache der Lovari als „Porajmos“ bezeichnet wird, was „Bruch“ oder „Spaltung“ bedeutet. Diese historische Tragödie verursachte tatsächlich einen Riss, sowohl zwischen den Menschen als auch zwischen Mensch und Gott. „Wir müssen uns gegen alles stellen, was uns von unseren Mitmenschen oder vom Schöpfer trennt, und dafür sorgen, dass solche Gräueltaten nie wieder geschehen können“, sagte er.
Von insgesamt rund einer halben Million Roma, die den Nazis zum Opfer fielen, starben 21.000 in Auschwitz – viele davon bei grausamen medizinischen Experimenten. Der 2. August wird seit 1972 als Gedenktag für den Holocaust an den Roma begangen, beschlossen durch den Pariser Kongress der Weltliga der Roma.

Immer so einseitig. Keine Großmacht ist ohne ebensolche oder ähnliche Verbrechen groß geworden, je länger um so mehr, aber bei den Kriegsgewinnern gilt das als in Ordnung.