Kritik an der DK
Eine „demokratische“ Ohrfeige
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„Unsere Gesellschaft erwacht nach dreißig Jahren aus einem tiefen Traum. Ich durfte als Bürgermeister am eigenen Leib erfahren, wie dieses System funktioniert, was es für Abmachungen im Hintergrund gibt“, sagte der Bürgermeister auf dem Kossuth tér vor dem Parlament. Nagy, der als unabhängiger Kandidat mit Unterstützung des breiten Oppositionsbündnisses 2019 in sein Amt gewählt wurde, sprach von „naiven Überzeugungen“, die er „blind“ verfolgte, bis er die erste „demokratische Ohrfeige“ bekam. Damit spielte er auf die DK von Ex-Ministerpräsident Ferenc Gyurcsány an, die genauso funktioniere wie der Fidesz. Ähnlich wie später der Hauptredner Péter Magyar erklärte Nagy, „ohne Gyurcsány gäbe es keinen Orbán“.
Die DK reagierte umgehend auf den Auftritt des Bürgermeisters, den sie als „Fidesz-Kollaborateur“ und als Lügner bezeichnete. Dabei geht es konkret um die Unterstellung, sein eigener DK-Vizebürgermeister habe sich immer wieder heimlich mit Parlamentspräsident László Kövér vom Fidesz getroffen. Diese haltlose Behauptung stärke nur die Vermutung der Linken, dass Nagy vom Fidesz ausgehalten werde.

DK in Aufruhr, aber der Westen glaubt, Magyar sei der Richtige – nach soviel Fehleinschätzungen, die auf eigener ideologischer Borniertheit und Unkenntnis beruhen. Die im deutschen ÖRR wissen nicht mal, welchen Ruf die DK und ihre lügenden Champagnersozialisten inne haben.