Mindestlohn
Drei versus siebeneinhalb Prozent
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Die Standpunkte von Arbeitgebern und Arbeitnehmern über die Anhebung des Mindestlohns bzw. garantierten Lohnminimums für Fachkräfte nähern sich an. Beide Seiten zählen jedoch im Interesse einer Vereinbarung auf Unterstützung der Regierung in Form einer Abgabensenkung, verlautete nach der Sitzung des Ständigen Konsultationsforums der Wettbewerbssphäre und der Regierung. László Kordás, Vorsitzender des Ungarischen Gewerkschaftsverbandes (MASZSZ), informierte, dass die Arbeitnehmerseite anstelle ihrer früheren Forderung einer Anhebung um 10% nun +7,5% empfehle. Sollten Steuern und Abgaben für Arbeitnehmer weiter gesenkt werden, so könne über eine noch geringere Anhebung verhandelt werden.
Für die Arbeitgeberseite ist es wichtig, dass die Löhne ihren Realwert behalten. Deswegen wird eine Anhebung des Mindestlohns um nur noch 3% empfohlen. Das gilt aber auch nur dann, wenn die Regierung die Abgabenlasten der Arbeitgeber bei der Sozialversicherung im kommenden Jahr wie früher vereinbart um 2 Prozentpunkte senkt und sich allgemein an die 6-Jahres-Vereinbarung hält, sagte László Perlusz, Generalsekretär des Arbeitgeberverbandes VOSZ. Die Verhandlungen werden in der kommenden Woche fortgeführt.
