László Varju beim Wahlkampffinale mit DK-Chef Ferenc Gyurcsány (M.). Foto: Facebook/ László Varju

Nachwahlen

DK hält den Budapester Norden

Der Kandidat der DK hat die Nachwahlen im 4. und 13. Stadtbezirk klar für sich entschieden, so dass er diesen Wahlkreis auch weiter im Parlament vertritt.

László Varju hatte sein Amt niedergelegt, nachdem ihn die Kurie im Dezember rechtskräftig zu einer Geldstrafe verurteilte. Sein Vergehen war, bei einer Aktion der Opposition gegen die Regierung gewaltsam in die staatliche Medienanstalt MTVA eingedrungen zu sein.

Der im Norden von Budapest überaus populäre DK-Politiker gewann die Neuwahl mit knapp 52% gegen fünf weitere Kandidaten. Zsolt Renge (Fidesz-KDNP) folgte mit knapp 34%, Csaba Balog von der Mi Hazánk mit gut 6%. Die Wahlbeteiligung erreichte 33%. „Wir haben den Fidesz auch zum dritten Mal geschlagen“, erklärte Varju nach seinem Wahlsieg. Der DK-Vorsitzende Ferenc Gyurcsány bezeichnete Varju als Kämpfer, dem die Machthaber das Mandat entreißen wollten. „Wer glaubt, dass man dieses Mandat László Varju 2026 nehmen kann?“ – teilte der frühere Ministerpräsident sodann einen Seitenhieb gegen die Tisza-Partei aus, die bei den nächsten Parlamentswahlen keine gemeinsame Sache mit den „Altparteien der Opposition“ machen will.

Nézőpont und Medián in der Kritik

Am Montag kommentierte DK-Vize Csaba Molnár, „nicht unsichere Meinungsumfragen, sondern das Abschneiden bei den Nachwahlen zeigen die wahre Unterstützung“, der sich die Linksliberalen erfreuten. Der absolute Sieg im Budapester Norden gelang ohne Bündnispartner, im Alleingang der DK. Molnár erinnerte an jene 11%, die der DK-Kandidat im Januar bei einer Nachwahl in Tolna, dem „konservativsten Wahlkreis Ungarns“ holen konnte. Da die DK bei mehreren Meinungsforschungsinstituten nicht einmal mehr die 5%-Hürde meistern würde, sprach der Spitzenpolitiker der Oppositionspartei von „gewissen Firmen, die sich als Meinungsforscher bezeichnen, um für das Geld ihrer Auftraggeber die Zahlen der DK herunterzuschwindeln“. Konkret benannte er das Nézőpont-Institut und Medián, die am Sonntag noch härter als der Fidesz durchgefallen seien.

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