Verkehrsmuseum
Die nächste Attraktion von Debrecen

„Unsere Städte haben nicht nur eine Geschichte, dank ihrer Architektur vermitteln sie auch der Gegenwart eine Botschaft“, sagte der Staatssekretär des Bau- und Verkehrsministeriums, Landeschefarchitekt Regő Lánszki. Die Ausschreibung für Debrecen breche mit dem Reflex, alle überregionalen Institutionen hätten ihren Sitz in Budapest zu haben. „In dieser Herangehensweise sehen wir Ungarn endlich als Ganzes, nicht als Gegensatz zwischen Stadt und Land, sondern als Netzwerk miteinander verwobener Städte.“
Die Ausschreibung für die Architektur des neuen Ungarischen Verkehrsmuseums hat das Architekturstudio DAW gewonnen. Lánszki würdigte das Konzept des Siegerteams als „zeitgemäß, aber gleichzeitig zurückhaltend, als modern, ohne zu entfremden“, angepasst an sein Umfeld, aber doch von weithin sichtbar. Es soll das erste sichtbare Zeichen der neuen Denkweise werden, die Budapester Kopflastigkeit zu beenden.

OB László Papp sieht seine Stadt vor dem Anbruch eines goldenen Zeitalters. Dank der enormen Industrieansiedlungen (das neue BMW-Werk liegt z. B. in direkter Nachbarschaft zum geplanten Museum) sei die ostungarische Metropole längst ein Motor der Volkswirtschaft. Debrecen wird in den nächsten Jahren und Jahrzehnten um das Verkehrsmuseum, das Naturwissenschaftliche Museum, einen Konzertsaal und weitere überregionale Institutionen erweitert, kündigte das Stadtoberhaupt an.
An der Ausschreibung um das Gebäude des neuen Verkehrsmuseums nahmen zehn Architekturbüros und Konsortien teil, von denen drei in die engere Auswahl gelangten. Hinter dem DAW-Studio landeten der Entwurf des Konsortiums der Architekturstudios Archiko, GAV-Art und TI sowie das gemeinsame Konzept von Zaha Hadid Architects mit dem Finta-Studio auf den Plätzen.

