Mi Hazánk

Die Fahne der Freiheitskämpfer

Die Rechten protestieren gegen die Vereinnahmung der Revolutionsfahne von 1956 durch die Tisza-Partei.
5. Oktober 2024 14:03

„Die Fahne mit dem Loch gehört nicht den Verrätern, sondern den freien, für ein unabhängiges Ungarn kämpfenden Ungarn!“ – heißt es in einer offiziellen Stellungnahme der Mi Hazánk, die am Donnerstag an die amtliche Nachrichtenagentur MTI übermittelt wurde. Verfasst wurde diese durch den Freiheitskämpfer von 1956, András Pongrátz.

Péter Magyar sei in den Sinn gekommen, die Fahne aus den Revolutionstagen vom Oktober 1956 zum Symbol seiner Partei zu erklären, schreibt Pongrátz. Zum Symbol jener Tisza-Partei, die im Europaparlament die Fraktion der offen für die Globalisierung eintretenden EVP stärkt. Ähnliche Versuche, sich Symbole von 1956 anzueignen, habe es nach der Systemwende schon durch andere Parteien gegeben, deren Politik rein gar nichts mit dem Geist des „edelsten antikommunistischen Freiheitskampfes in der ungarischen Geschichte“ zu tun hatte. Die Tisza-Partei habe Hunderttausende Wähler vor dem 9. Juni in die Irre geführt, u. a. mit nationalen Parolen und Zitaten des Heimatdichters Albert Wass, um nach den Europawahlen der Fraktion der korrupten Ursula von der Leyen beizutreten. Das sei Verrat, wenn nicht sogar Landesverrat.

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