Masken und Abstandhalten sind trotz gegebener Schutzimpfungen weiterhin unabdingbar, meint die Epidemiologin. Foto: MTI/ György Varga

Demographie

Die Babys und das Coronavirus

Im Februar wurden nur wenig mehr als 6.000 Kinder geboren – so wenig wie seit Jahren nicht erlebt.

Da doppelt so viele Ungarn starben, schrumpfte die Bevölkerung seit Jahresbeginn gar noch schneller, als Anfang 2021.

Wie das Statistische Amt (KSH) weiter mitteilte, kamen seit dem vorigen März binnen zwölf Monaten etwas mehr als 91.000 Kinder zur Welt, während zur gleichen Zeit mehr als 154.500 Ungarn ablebten. Ob der Babyboom am Ende ist, lässt sich aus diesen Zahlen noch nicht ableiten. Die Sterberate legte derweil weiter zu: Es gab von März 2021 bis Februar 2022 noch einmal 11.000 Tote (+7,5%) mehr, als in den zwölf Monaten zuvor. Die zweite Corona-Welle verlief weitgehend deckungsgleich mit der vierten Welle, die absolut höchste Übersterblichkeit ging jedoch mit der dritten (Delta-) Welle im Frühling 2021 einher. Der zwölfmonatige Bevölkerungsschwund nahm von 52.000 Personen im Basiszeitraum auf 63.500 Personen zu.

Übersterblichkeit wegen sozialer Unterschiede

Die Epidemiologin Beatrix Orosz gab die Übersterblichkeit für die 2. Welle mit 35%, für die 3. Welle mit 32% an. Die Direktorin des Epidemiologischen Zentrums der Semmelweis-Universität fügte hinzu, Ungarns Zahlen seien schlechter als der EU-Durchschnitt, Polen z. B. schneide aber noch schlechter ab. Den Hauptgrund für die hohe Übersterblichkeit sieht sie in sozialen Unterschieden – weitaus mehr Menschen aus bedürftigen Schichten seien in Verbindung mit Covid-19 verstorben. Die Lage wurde zusätzlich dadurch beeinträchtigt, dass sich diese Gruppen weitaus weniger impfen ließen.

Ungeachtet der gegebenen Schutzimpfungen hält Orosz weiter an nicht-pharmakologischen Abwehrmaßnahmen wie Masken und Abstandhalten, Kontaktforschung und Quarantäne fest. Das gelte erst recht, weil noch immer kein Impfstoff vorliege, welcher die Ausbreitung des Coronavirus stoppen könnte. Die Frage laute nicht, ob es eine nächste Welle geben werde, sondern wie sich die Gesellschaft darauf einstellt.

Haken in der Todesfallstatistik

Hierzulande sind mittlerweile rund 45.500 Menschen an und mit Covid-19 verstorben. Aktuell werden täglich immer noch bis zu 50 Todesfälle registriert. Allerdings verweisen Experten darauf, dass die ungarische Corona-Todesfallstatistik spätestens seit der weniger lebensbedrohenden Omikron-Variante zu viele Todesopfer aufweist. Viele Menschen nämlich, die todkrank in eine Klinik eingeliefert werden, stecken sich erst dort mit dem Virus an und gelangen so in die Covid-19-Statistik.

Ein Gedanke zu “Die Babys und das Coronavirus

  1. A kisérleti génterápia amit “életmentö oltásként” adnak el, a valóságban egy rejtett népirtás.
    Ezt már számos kutatás és a betegbiztosítók adatainak kiértékelése bizonyította.
    Naponta nö a “váratlanul és hirtelen elhunyt” jelentések száma.
    Aki Pfizer/Biontech kotyvalékot lövetett magába gondoskodjon idejében a családja anyagi túlélése ügyében…

Schreibe einen Kommentar

Weitere Artikel

BZ+
18. August 2022 13:15 Uhr
18. August 2022 10:00 Uhr
16. August 2022 13:50 Uhr