Die Drohnenaufnahme zeigt das an den arabischen Investor überlassene Gelände. Foto: Facebook/ Dávid Vitézy

Parlament

Die Araber dürfen bauen

Das Parlament hat mit der Zweidrittelmehrheit der Regierungsparteien einen Staatsvertrag mit den VAE gebilligt. Gegenstand ist die Bebauung des Rákos-Rangierbahnhofs, wo ein ganzes Stadtteilviertel nach Art eines „Mini-Dubai“ entstehen soll.

Vizepremier Zsolt Semjén vom Koalitionspartner KDNP hatte den Gesetzentwurf Ende März eingebracht. Damit werden die Rahmenbedingungen für den arabischen Investor geschaffen, um rund 5 Mrd. Euro in den Bau von Luxusimmobilien zu stecken. Die Orbán-Regierung verpflichtet sich derweil zu Infrastrukturleistungen im Wert von 300 Mrd. Forint (770 Mio. Euro).

Landesverrat!?

Der Fraktionsvorsitzende der linken Splitterpartei Párbeszéd, Bence Tordai, warf den 134 „mutigen“ Abgeordneten der Regierungsparteien Fidesz-KDNP Landesverrat vor. Auch mit diesem Luxusprojekt würden wieder nur die Taschen der Milliardäre gestopft, der Ungar werde zweitrangiger Bürger im eigenen Land.

Konsultation bringt 95%

OB Gergely Karácsony verwies auf eine Umfrage des Rathauses unter den Budapestern, die eindeutige Ergebnisse brachte. Unter 25.000 Teilnehmern fordern 95% eine offene Ausschreibung für das Projekt, 94% wünschen eine Parkstadt an Stelle eines Mini-Dubais, und 92% wollen das Weltkulturerbe im Umfeld des Heldenplatzes bewahren. Die Stadtführung fühle sich bestätigt, Widerstand gegen das gigantische Projekt zu leisten. Der Oppositionspolitiker erinnerte an die Aktionen der Budapester gegen die chinesische Fudan-Universität, die den Fidesz letztlich zum Rückzug zwangen.

Budapest will ein Mitspracherecht

Auch der alternative Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters, Dávid Vitézy, erklärte, im Falle seiner Wahl werde er dafür eintreten, dass die Budapester wieder ein Mitspracherecht in Sachen Stadtentwicklung erlangen. „Hier wird die Goldreserve der Hauptstadt an arabische Investoren verschleudert“, beklagte er. Der Investor erhalte vom Staat 130 ha Flächen, ohne irgendwelche Auflagen erfüllen zu müssen.

11 Antworten auf “Die Araber dürfen bauen

    1. Leute wie Sie wollen ja in Europa sowieso immer mehr Moscheen. Ohne Rücksicht auf die brutale Ideologie und Geschichte des Islams, die im Unterschied zum Christentum auch von der heiligen Schrift bestätigt ist. Ja, ich habe den Koran zu Hause, und nicht mal in der schärfsten Übersetzung, trotzdem scharf genug: Wilhelm Heyne Verlag München.

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    2. Genau, habe aber mehr an ein Mini-Kalifat gedacht. Das wird Fidesz ordentlich Stimmen kosten, insbesondere in BUdapest.
      Ich vermute, dass sich dort nicht das prekäre moslemische Milieu niederlässt, wie es Deutsche oder Österreicher kennen, sondern Leute mit schickem arabischem Outfit und Goldkettchen.

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    1. Zu Ihrer ersten Frage: Ja, lieber einen großen grünen Park an Stelle der verwahrlosten (Schienen-Flächen). Zur zweiten: Mit Weltkulturerbe ist der Heldenplatz gemeint, hinter dem die geplanten Hochhaustürme unangenehm aufscheinen würden.

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  1. Das ist so eine Sache mit Umfragen und Statistiken, im Grunde bekommt jeder seine Aussage bestätigt. Kommt ja immer drauf an was man fragt. Aber ein parkstadt bist allemal besser als ein Mini – Dubai finaziert von den Arabern !

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    1. Mir ist unverständlich, wie Budapest einen offensichtlich so unbegabten OP hat, wie Gelgö.
      Er musste. Früher war er Bezierkburgermeister.
      Wenn man ihn nicht in Bp gehievt hätte, in seinem Bezierk hätte man ihn , unter Erde’ gebracht. Sagte er selbst.

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24. Mai 2024 10:23 Uhr