DK
Das „Schoßhündchen“ in Moskau
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Das gab der Wahlkampfleiter der DK, der Europaabgeordnete Csaba Molnár, am Wochenende bekannt. „Nach DK und Mi Hazánk hat nun auch die Tisza-Partei ihre Kandidaten benannt, so dass nun nur noch der Fidesz geheim hält, wer 2026 in den einzelnen Wahlkreisen antreten wird. Auf Zeit zu spielen ist bei der Partei, die mit ihrer Zweidrittelmehrheit eine Einparteien-Herrschaft installierte, bewährte Praxis“, beklagte sich der Oppositionspolitiker. Dass der Fidesz seine Kandidaten nicht diskutieren lassen will, sei Ergebnis dessen, dass „seit 15 Jahren ohnehin in allen Belangen die Partei und Viktor Orbán persönlich entscheidet“. Bei der DK ist man überzeugt, dass die Ungarn dieser Politik 2026 ein Ende bereiten wollen. Dazu brauche es Streitgespräche mit echten Argumenten und sich anschließenden Kompromissen, um Ungarn eine bessere Zukunft zu bescheren.
Protest gegen Kreml-Reise
Die DK verurteilte noch am Freitag scharf im Rahmen einer Pressekonferenz den Moskaubesuch des Ministerpräsidenten. „Wladimir Putin hat Viktor Orbán zu sich bestellt, um ihm die neuen Anweisungen persönlich zu übergeben“, kommentierte DK-Vize Sándor Rónai. Die Frage der Energiesicherheit als Vorwand sei „eine offenkundige Lüge, denn da gibt es nichts mehr zu verhandeln“. Die Linksliberalen teilen das Narrativ, Ungarn kaufe „sündhaft“ teures russisches Öl und Gas, mit dem Russlands Präsident den Krieg gegen die Ukraine finanzieren könne. „Diese neuerliche Reise nach Moskau beweist, dass Orbán nicht Ministerpräsident eines unabhängigen Ungarn ist, sondern das Schoßhündchen von Kremlchef Putin.“

Schoßhündchen sind nur die anderen, von Tisza an nach links, nämlich die der Multis wie Soros. Auch der ganze EU-Apparat ist deren Marionette.