Drogenrazzia
Behörden rechtfertigen Vorgehen
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Am Montag hielt die Budapester Polizei BRFK eine Pressekonferenz zu der Razzia ab, die am Wochenende für Aufsehen gesorgt hatte. Dabei stellte ihr Sprecher Gergely Fülöp (l.) klar, die Durchsuchung habe aufgrund konkreter Hinweise stattgefunden. Ein Drogenhändler wurde in Verbindung mit der Aktion inzwischen mittels richterlicher Entscheidung in U-Haft genommen.
Die Polizei beschlagnahmte während und im Umfeld der Razzia rund 5 kg verschiedenster Drogen, im Schwarzmarktwert von geschätzt 55 Mio. Forint (145.000 Euro). Gegen den Klub gab es wiederholt Beschwerden aus der Bevölkerung. Die Polizei startete die gezielte Razzia gegen 1 Uhr nachts, die Gäste und das Personal, mehr als 210 Personen, wurden von Ermittlern und medizinischen Fachkräften untersucht bzw. ihre Kleidung durchsucht. Rund 50 verdächtige Personen nahm die Polizei für Urintests mit, gegen anderthalb Dutzend von ihnen wurden aufgrund der Ergebnisse Strafverfahren wegen Drogenkonsums eingeleitet. Neben Kokain wurden auch Cannabis (THC) und Amphetamine festgestellt.
Alle des Drogenkonsums beschuldigten Personen, darunter drei Frauen bzw. vier Ausländer, befinden sich auf freiem Fuß. Die Polizei betonte nach dieser Razzia erneut, in Ungarn gelte Nulltoleranz gegenüber Drogen, wobei nicht die Konsumenten, sondern die Dealer im Fokus der Behörden stehen.
