Sonntagsfrage
Bedarf nach Alternativen
Laut Forschungsinstitut 21KK hat der Fidesz seine Anhänger besser aktivieren können, woraufhin sich der Rückstand zur Tisza in dieser Rubrik Ende August auf zehn Punkte verringerte. Im Kreis der sicheren Wähler würde die größte Oppositionsbewegung bei diesem Institut aber weiterhin eine absolute Mehrheit erringen, wären am kommenden Sonntag die Wahlen: 52% würden für die Tisza und nur 36% für den Fidesz stimmen. Die 5%-Hürde würde daneben aktuell nur die rechte Mi Hazánk überschreiten, die Satirepartei MKKP würde knapp scheitern. Deutlich zurückgefallen ist derweil die DK, die bei 21KK nur noch mit 2% gemessen wurde.
Das liberale Republikon-Institut sieht die Tisza-Partei derweil noch mit 4-6 Punkten vor dem Fidesz, „der sich im langen Sommer gefangen hat“. Interessant: In der Gesamtbevölkerung ist der gemessene Unterschied am kleinsten, bei den sicheren Wählern (mit 41% für die Tisza und 35% für den Fidesz) am größten. Am deutlichsten habe im Sommer allerdings die Mi Hazánk zugelegt (um zwei Punkte auf 8%), und auch die linksliberale DK sowie die Satirepartei MKKP (7% bzw. 6%) wären sicher im nächsten Parlament vertreten. Im Gegensatz zu anderen Instituten sieht Republikon sehr wohl einen Bedarf der ungarischen Wähler nach alternativen Parteien, ergo eine Ablehnung des von manchen heraufbeschworenen Zwei-Parteien-Systems nach US-Vorbild.

Das hieße mal klar gesagt 52 % blöde und 36 % normale in einem Land, das erinnert an die BRD. Dass ist sehr unglaubwürdig vor allem für Ungarn.