Hochwasserschutz
Ausbessern und vorbeugen
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In Ungarn sind 23% des Territoriums Überschwemmungsgebiete. Kaum ein anderes Land in Europa ist so stark hochwassergefährdet. Zugleich gehört Ungarn mit mehr als 4.150 km Deichanlagen europaweit zum Spitzenfeld, noch vor den Niederlanden, betonte Zsolt V. Németh, Staatssekretär für Wasserwirtschaft im Energieministerium, am Freitag bei einem Besuch in Szentpéterfa im Komitat Vas.
Im Juni 2024 führten extreme Niederschlagsmengen durch heftige Gewitter zu einer außergewöhnlichen Hochwasserwelle der Pinka und ihrer Nebenflüsse. Innerhalb von nur sechs Stunden fielen Niederschläge, deren Intensität stellenweise 20 mm in 15 Minuten überschritt. Die Pinka erreichte einen Rekordpegel von 506 Zentimetern mit einem Durchfluss von 123 m3 pro Sekunde. Beschädigte Brücken und Dämme, eingebrochene Ufermauern sowie gefährliche Stauungen, die sowohl Verkehrswege als auch natürliche Lebensräume bedrohten, waren die Folge.
Umfassende Sanierungsmaßnahmen
Die Wasserwirtschaft West-Transdanubien leitete in vier größeren Gebieten Sanierungsarbeiten ein, so auf 800 m an der Deichkrone in Szentpéterfa bzw. in Pornóapáti zur Beseitigung von etwa 2.500 m3 Sedimentablagerungen. Im Raum von Felsőcsatár, Vaskeresztes, Horvátlövő und Szentpéterfa wurden etwa 150-200 staubildende Bäume entfernt. Weitere Maßnahmen umfassen die Wiederherstellung des Wasserlaufs in Narda, die Sicherung der Uferböschung in Felsőcsatár, die Sanierung der Umgebung des Wasserstandsmessers sowie die Reparatur der durch die Überschwemmung beschädigten Brücken in Felsőcsatár, Vaskeresztes und Pornóapáti.
Für die Sicherheit der Bevölkerung
Die Sanierungsarbeiten seien keine Prestigeprojekte, sondern Maßnahmen, die der Sicherheit der Gemeinschaft dienen, betonte Németh. In den letzten 15 Jahren habe die Regierung insgesamt 450 Mrd. Forint in die Stärkung des Hochwasserschutzes investiert. Róbert Gaál, Direktor der Wasserwirtschaft West-Transdanubien, erklärte, dass im Komitat Vas insgesamt mehr als 560 Mio. Forint für den Wiederaufbau nach der Flut ausgegeben werden. Besonders gefährliche Situationen hatten sich in der Region vor allem in der Nähe der Brücken entwickelt. Die laufenden Wiederaufbauarbeiten sollen sicherstellen, dass künftige Hochwasser die Stabilität der Strukturen nicht mehr gefährden.
