Städte mit Komitatsrecht
Aufwertung für Esztergom und Baja
Dieser Artikel ist Teil unseres Bezahl-Angebots BZ+
Wenn Sie ein Abo von BZ+ abschließen, dann erhalten Sie innerhalb von 12 Stunden einen Benutzernamen und ein Passwort, mit denen Sie sich einmalig einloggen. Danach können Sie alle Artikel von BZ+ lesen. Außerdem erhalten Sie Zugang zu einigen speziellen, sich ständig erweiternden Angeboten für unsere Abonnenten.
Den einschlägigen Gesetzentwurf zeichnen Vizepremier Zsolt Semjén und Kanzleramtsminister Gergely Gulyás. Nach der radikalen Zerstückelung Ungarns durch das Trianon-Diktat sorgte die Verwaltungsreform der Kommunisten im Jahre 1950 dafür, dass die beiden historischen Städte ihren Status verloren. Baja gehört seither zum Komitat Bács-Kiskun mit dem Hauptsitz Kecskemét. Esztergom gilt praktisch als erste Stadt Ungarns, Staatsgründer István I. dürfte hier gekrönt worden sein und machte die „Hauptstadt des Donauknies“ zum Sitz des Erzbistums Esztergom-Budapest. Ungefähr die Hälfte des Territoriums des historischen Komitats Esztergom (Gespanschaft Gran) befindet sich heute in der Slowakei, getrennt durch die Donau.

1950 war aber 30 Jahre nach Trianon. Zwischendurch unter dem Reichsverweser Horthy war Ungarn bereits zerstückelt, das besagte historische Komitat also schon zerschlagen, jedoch hatten Esztergom und Baja noch ihren alten Status. Und etliche Grenzgebiete hinter der ungarischen Grenze sind überwiegend ungarisch bewohnt. Die Nachbarn haben diese 1918 besetzt, als Ungarn seine Armee aufgab, und Trianon sprach ihnen die besetzten Gebiete einfach zu; bloß nicht Baja und die Branau, die auch serbisch besetzt waren.