Foto: MTI/ Zoltán Fischer

Orbán an der Ostgrenze

Auf Flüchtlingswelle vorbereitet

Ministerpräsident Viktor Orbán ist seit Mittwochabend an der Ostgrenze Ungarns unterwegs.

Dort koordiniert er nach eigener Darstellung die verschiedenen Aktivitäten, um die für kommende Woche erwartete Flüchtlingswelle bestmöglich aufzufangen. Die Regierung rechnet offenbar mit 900.000 Flüchtlingen, also doppelt so viel, wie bisher nach Ungarn gekommen sind. Am Mittwochabend machte sich der Regierungschef ein Bild von der Lage an der Grenzübergangsstelle Csengersima zu Rumänien, denn auch via Moldau und Rumänien treffen zahlreiche Kriegsflüchtlinge in Ungarn ein. An der Grenzübergangsstelle im Dreiländereck wird der Verkehr sechsspurig (!) abgefertigt.

Am Donnerstag war Orbán in Begleitung von Innenminister Sándor Pintér beim Katastrophenschutz in Nyíregyháza zu Besuch (Foto), wo mit anderen staatlichen Organen rund um die Uhr die Aufgaben in der Flüchtlingshilfe koordiniert werden. So unterliegen die erwarteten Flüchtlingsströme aus Richtung Transkarpatien einem Monitoring, um Busse in entsprechender Zahl bereitzustellen, Verpflegung und Unterkünfte zu organisieren. Orbán will sich insgesamt drei Tage an der Ostgrenze Ungarns aufhalten.

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