Verteidigung
Armeechef entlassen
Das geschah auf Vorschlag von Verteidigungsminister Kristóf Szalay-Bobrovniczky, wurde Donnerstagmittag bekannt. Der Minister möchte den Armeechef durch Generalleutnant Gábor Böröndi ersetzen. Dieser ist aktuell Leiter des Verbindungsbüros der Ungarischen Armee (MH) zu NATO und EU in Brüssel. Böröndi hat die Stabsakademien der NATO und der USA absolviert. Ruszin-Szendi wurde gemäß offizieller Verlautbarung für seinen Beitrag zur Modernisierung der ungarischen Streitkräfte gedankt. Er war erst seit Mitte 2021 im Amt. Böröndi soll den eingeleiteten Umbau zu einer modernen, schlagkräftigen Armee mit Abschreckungspotenzial fortsetzen.
Die MSZP forderte sogleich von der Regierung, „den Amoklauf in der Armee zu erklären“. Schon seit Monaten gebe es ohne jede Begründung Massenentlassungen in der MH, ohne jede Logik würden Offiziere mit jahrzehntelangen Erfahrungen weggeschickt, beklagen die Sozialisten. „Heute schlug die Meldung wie ein Blitz aus heiterem Himmel ein, dass dem Armeechef gekündigt wird, an dessen Stelle ausgerechnet jener Böröndi rücken soll, den man vor weniger als zwei Jahren noch degradiert hat. Das zeigt doch nur, wie sehr diesen Personalentscheidungen fachliche Überlegungen fehlen.“
