Lehrerstreik
Am Mittwoch geht’s los!
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Das Budapester Tafelgericht hatte in der vergangenen Woche den Streik mit Hinweis auf geltendes Recht für rechtswidrig erklärt. Ein Einspruch gegen dieses Urteil zweiter Instanz ist den Gewerkschaften nicht mehr möglich, die beklagten, das Gericht habe sich auf eine Regierungsverordnung berufen, mit der die Pädagogen über das ohnehin restriktive Streikgesetz hinaus gehindert werden sollen, ihre Arbeit niederzulegen.
„Wir lassen uns nicht knebeln, wir werden clever und kreativ auf die entstandene Rechtslage reagieren“, versprach die PSZ-Vorsitzende Zsuzsa Szabó im Info-Radio. PSZ und PDSZ rufen deshalb die Eltern auf, ihre Kinder nach dem langen Wochenende nicht in die Schule zu schicken. Vom 16. bis zum 18. März werden die Streikenden keine einzige Stunde abhalten, notfalls aber doch die Beaufsichtigung der Kinder gewährleisten. Die ausgefallenen Schulstunden werden am 21.-23. März parallel zum Normalbetrieb nachgeholt. Die Gewerkschaften hören landesweit von Anweisungen der Schulzentrale an die Direktoren, die Arbeitsniederlegung mit allen Mitteln zu verhindern. Statt sich mit den Streikausschüssen abzustimmen, sollen die Direktoren demnach den Willen der Regierung durchsetzen.
Nachdem das zuständige HR-Ministerium und die Regierung überaus negativ auf den Lehrerstreik vom 31. Januar reagierten, nahm Mitte Februar eine Bewegung des zivilen Ungehorsams ihren Anfang. Daran nahmen insgesamt mehr als 6.500 Pädagogen in 320 Bildungseinrichtungen teil, darunter in jedem zweiten Gymnasium, aber auch in vielen Schulen, deren Träger Kirchen und Stiftungen sind.
