Der Leiter der Arbeitsgruppe, Energieminister Csaba Lantos, und Kanzleramtsminister Gergely Gulyás nach den Beratungen vom Montag. Foto: MTI/ Zoltán Balogh

Heizkosten-Stopp

Alle sollen profitieren

„Wir suchen nach einer für alle Beteiligten fairen Lösung“, sagte Energieminister Csaba Lantos am Montag auf einer Pressekonferenz in Budapest.

Diese fand nach der Sitzung jener Arbeitsgruppe statt, mit der die Orbán-Regierung die Modalitäten abstimmen lassen will, wie der Staat die Mehrkosten der Heizrechnung im ungewöhnlich kalten Monat Januar übernehmen kann. Als Leiter der Arbeitsgruppe verwies Lantos auf ein Prinzip, dem man Geltung verschaffen wolle: „Jeder, der mit Erdgas oder Fernwärme heizt, soll von der Vergünstigung in ähnlicher Weise profitieren.“ Da der Monat noch nicht zu Ende ist, fehlen die konkreten Zahlen, wie sehr der Gas-, Strom- und Fernwärmeverbrauch tatsächlich zugenommen hat. Bei Gas und Fernwärme gehen die Schätzungen derzeit von +30% aus, beim Strom sollen es deutlich weniger Prozente sein. Am Mittwoch wolle das Energieministerium auf dieser Grundlage der Beratungen der eingesetzten Arbeitsgruppe einen ausgereiften Vorschlag zur Regierungssitzung mitbringen.

Eine Herausforderung stelle die Abrechnung nach grundlegend drei verschiedenen Methoden dar: Etwa 600.000 Haushalte diktieren den Zählerstand beim Gas monatlich, eine Mehrheit von 1,7 Mio. Haushalten zahlt pauschal, rund 450.000 Haushalte abhängig von den vorherrschenden Temperaturen – Letztere zahlen im Januar gewöhnlich 19% ihres Jahresbedarfs. Die Lösungsansätze weichen bei diesen Techniken logischerweise ab, meinte Lantos.

Kanzleramtsminister Gergely Gulyás erinnerte daran, die Einrichtung der Arbeitsgruppe wurde notwendig, nachdem die Regierung auf ihrer Sitzung am vergangenen Mittwoch beschloss, die Mehrkosten des Heizens vom Januar zu übernehmen. „Das Ziel ist klar, dass niemand wegen der extremen Kälte im Januar mehr zahlen soll.“ Auf Nachfrage dementierte der Minister, dass die Kompensation ausgehend von der einen verbreiteten Abrechnungstechnik 19% betragen wird.

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