Umweltschutz
Áder sorgt sich ums Wasser
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In den letzten einhundert Jahren hat sich die Zahl der Erdbewohner vervierfacht. Die demografische Explosion gelte für Asien, Afrika und Südamerika, nicht jedoch für Europa, betonte János Áder vor den Schülern des Kázmér-Batthyány-Gymnasiums in Szigetszentmiklós. In seinem Vortrag mit dem Titel „Von der Wasserkrise zur nachhaltigen Entwicklung“ nannte der ehemalige Staatspräsident als eine der Ursachen der Wasser- und Klimakrise, dass aufgrund des rasanten Wachstums der Erdbevölkerung das verfügbare Süßwasser pro Person konstant sinkt. Der Energiebedarf steige drei Mal schneller als das Bevölkerungswachstum, was den Wasserverbrauch noch erhöht. Der kontinuierliche Anstieg des Kohlendioxidausstoßes führe zu einem Anstieg der Erdtemperaturen, was Wetterextreme auslöst. Dies werde durch das gleichzeitige Auftreten von Überschwemmungen und austrocknende Seen und Flüsse deutlich.
Es sei nicht möglich, den wachsenden Energiebedarf weiterhin durch die Nutzung fossiler Energien zu decken, da diese den Planeten aufheizen. Der Anstieg des Wasserverbrauchs in diesem Tempo sei deshalb gefährlich, weil nur 0,007% der Wasserressourcen der Erde leicht zugängliches Oberflächenwasser sind. 97% des Wassers auf der Erde sind Salzwasser, woraus Süßwasser nur sehr teuer gewonnen werden kann. Áder betonte, dass auch Familien durch einen bewussten Umgang mit Wasser viel tun können, um die Wasserressourcen zu schonen. Der Zugang zu Wasser könne auch durch die Reinigung von Abwasser und Salzwasser verbessert werden, für die es mittlerweile recht gute, aber leider noch sehr teure Technologien gibt.
