Foto: MTI/ Zoltán Máthé

Klimawandel

Áder: 2022 Jahr der Dürre

Dem ehemaligen Staatspräsidenten zufolge ist 2022 ein Jahr der Dürre.
8. September 2022 11:00

„Wir müssen darauf vorbereitet sein, dass eine Dürre wie diese in Ungarn alle zwei, drei oder fünf Jahre auftreten kann“, sagte János Áder in einer Vorlesung an der Corvinus-Universität Budapest. Diese handelte von der Rolle Ungarns bei der Erreichung der globalen Nachhaltigkeits- und Klimaziele. Áder erklärte, dass die vorangegangenen zwei Dürrejahre und der niederschlagsarme Winter dazu geführt hätten, dass die obersten 80 bis 100 cm des Bodens völlig ausgetrocknet seien, was die Oberflächen- und Grundwasserressourcen radikal reduziert habe. Die Sonnenblumen- und Maiskulturen wurden auf 500.000 ha vollständig zerstört. Die Landwirte haben Dürreschäden auf mehr als 1 Mio. ha gemeldet, die Schadenshöhe wird derzeit auf 750-1.000 Mrd. Forint geschätzt. Er verwies zudem darauf, dass in diesem Jahr in Ungarn 50.000 ha Ackerland, Wald und Buschland verbrannt seien, zehnmal mehr als in den vorangegangenen Jahren. Die langfristigen Folgen sind noch nicht absehbar. Während der diesjährigen Dürre seien etwa 120 Flüsse, Wasserläufe und Seen in Ungarn vollständig ausgetrocknet.

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