Fudan-Universität
Absage vom Budapester OB
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Dabei sollten Missverständnisse bei der geplanten Aufteilung staatlicher Liegenschaften im Süden der Hauptstadt ausgeräumt werden, was ganz augenscheinlich aber nicht gelang. Das bekundete alleine schon der Umstand, dass der Minister alleine zur Pressekonferenz erschien, während die beiden kommunalen Oppositionspolitiker später eine gesonderte Pressekonferenz abhielten.

Der Minister erklärte: „Sowohl die Studentenstadt als auch der Campus der Fudan-Universität werden gebaut.“ Die Regierung habe der Hauptstadt und dem betroffenen Stadtbezirk im Projektverlauf Kooperationsbereitschaft und vollständige Transparenz zugesagt. Palkovics behauptete, das 2017 in die Wege geleitete Projekt habe von Anbeginn auch von der Universität gehandelt. OB Karácsony wiederum bekräftigte seine Überzeugung, es sollte ein Stadtviertel für die an Universitäten der Hauptstadt eingeschriebenen Studenten entstehen, von einer weiteren Uni-Ansiedlung war nie die Rede. Jene Funktionen, die der Studentenstadt ihren Sinn geben sollten, würden nun räumlich zusammengepresst, weil die Stiftung der Fudan-Universität den überwiegenden Teil des ausgewiesenen Geländes (rot) erhalten soll. Die mit 8.000 Wohnheimplätzen konzipierte Studentenstadt würde von ursprünglich 26 ha auf 5,5 ha verkleinert (grün). „Da Viktor Orbán nach den Kommunalwahlen die Zusage gab, es werde keine Investition in Budapest geben, der die Hauptstadtführung nicht zustimmt, wird es also kein Fudan-Projekt geben“, resümierte Karácsony. Er stellte klar, die Hauptstadt, der Stadtbezirk und die Regierung hätten im Dezember 2019 eine Vereinbarung geschlossen, die sich ausschließlich auf die Errichtung der Studentenstadt bezog.
