„Weder Viktor Orbán noch Angela Merkel bilden eine Ausnahme, wenn es um die Einhaltung der Rechtsstaatlichkeit geht. Es wäre jedoch angebracht, politisch abweichende Meinungen nicht unter dem Mantel der Rechtsstaatlichkeit bestrafen zu wollen, wie man das zuletzt wiederholt mit Polen und Ungarn versuchte.“

Bei den drei Krisen der vergangenen Jahre – Finanz-, Flüchtlings- und Corona-Krise – war und ist Europa unfähig, seine eigenen Probleme zu bewältigen, möchte jedoch die Probleme der Welt lösen und den internationalen Partnern vorschreiben, wie sie ihr Land zu führen haben. Diese Praxis muss endlich ein Ende haben, Europa muss sich auf seine inneren Probleme konzentrieren und kann höchstens danach anderen Ratschläge erteilen.“

„Das Coronavirus hat inzwischen weltweit mehr als eine halbe Million Menschenleben gekostet, und diese Zahl steigt noch immer Tag für Tag – in manchen Teilen der Welt sogar alarmierend schnell. Die Prognose verdeutlicht die verheerenden wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie. Zwar haben politische Maßnahmen in ganz Europa dazu beigetragen, die Folgen für unsere Bürger abzumildern, doch haben sich dennoch die Ungleichheiten und die Unsicherheit durch die Krise weiter verstärkt. Deshalb ist es so wichtig, eine rasche Einigung über den von der Kommission vorgeschlagenen Aufbauplan zu erzielen. Wir müssen das Vertrauen in unsere Volkswirtschaften in dieser kritischen Zeit stärken und Finanzmittel verfügbar machen.“