Anfang Juli

Zahlreiche Veränderungen in Kraft

Mit dem heutigen 1. Juli treten zahlreiche Veränderungen in Kraft. So müssen die Steuerzahler die Daten sämtlicher ausgestellter Rechnungen der Steuer- und Finanzbehörde NAV online übermitteln oder diese gleich elektronisch ausstellen. (Bisher galt ein Schwellenwert von 100.000 Forint Umsatzsteuer.) Ab dem 1. Januar 2021 müssen in Ungarn steuerpflichtige Firmen auch Rechnungen an Privatpersonen und fast alle nicht besteuerbaren Personen melden. Zudem werden ab diesem Zeitpunkt Rechnungen an Unternehmen innerhalb und außerhalb der EU meldepflichtig. Erklärtes Ziel ist bei all diesen Maßnahmen, die Schattenwirtschaft zurückzudrängen und Steuer­betrug einzudämmen.

Die SV-Abgabe sinkt mit dem 1. Juli um weitere zwei Prozentpunkte auf 15,5%, davon profitieren mehr als 300.000 Unternehmen und ca. 4 Mio. Arbeitnehmer. In Kraft tritt zudem das neue Sozialversicherungsgesetz: Nach Zusammenlegung von Rentenbeitrag (10%), Gesundheitsbeitrag (7%) und Arbeitsmarktabgabe (1,5%) entsteht eine einheitliche, neue Abgabe von 18,5%. Wer sechs Monate lang keine Beiträge zahlt, muss mit Ausnahme von Notfällen für medizinische Leistungen selbst aufkommen.

Mit dem Abflauen der Corona-Pandemie werden ab dem heutigen Mittwoch landesweit auch wieder Parkgebühren eingeführt. Die Regierung hatte während der Notstandslage ab Anfang April die Zahlung der Parkgebühren aufgehoben.

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