Staatshaushalt

Viele Vor- und Sonderleistungen

Das Finanzministerium hat das hohe Defizit des Staatshaushaltes von 727,4 Mrd. Forint nach vier Monaten mit der Corona-Krise begründet. Zwar kam im April ein Überschuss (104,5 Mrd. Forint) zustande, der den EU-Transfers (250 Mrd. Forint) zu verdanken ist. Doch auch danach steht das kumulierte Defizit beim Doppelten der ursprünglichen Jahresvorgabe. Nachdem die Schuldenzentrale ÁKK den Finanzierungsplan für 2020 jedoch im April neu ordnete, gilt ein neues Defizitziel mit 1.601 Mrd. Forint – daran gemessen sind erst 45,4% ausgeschöpft.

Neben dem Defizit im Zentralhaushalt und ausgeglichenen staatlichen Sonderfonds verbuchten die SV-Kassen in vier Monaten ein Minus von 123 Mrd. Forint. Die Gesundheitsausrüstungen zur Abwehr des Coronavirus verschlangen nahezu 400 Mrd. Forint – allein das Außenministerium zahlte 328 Mrd. Forint für Lieferungen aus. Die EU-Transfers beliefen sich auf insgesamt 313 Mrd. Forint, doch ging der Staat bereits wieder mit 842 Mrd. Forint in Vorleistung. Der Fiskus konnte bis Ende April 7.480 Mrd. Forint an Einnahmen verbuchen, 10,6% mehr, als vor einem Jahr zur gleichen Zeit. Bei den Steuereinnahmen zeigten sich im April allerdings bereits die ersten negativen Effekte der Corona-Krise.

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