OVB

Vertrauen in den Staat untergraben

Die Ungarische Nationalbank (MNB) in ihrer Eigenschaft als Finanzaufsicht hat die OVB Vermögensberatung Kft. mit einer Geldbuße von 24 Mio. Forint (70.000 Euro) belegt. Die Verbraucherschutzstrafe erging, weil die OVB den potenziellen Kunden in Makleranschreiben mit Falschaussagen Rentenversicherungen aufschwatzen wollte. Die MNB deckte auf, dass Versicherungsmakler über das Jahr 2019 hinweg Produkte der OVB anpriesen, während sie vor negativen Entwicklungen im Falle konkurrierender Angebote warnten. Die Kunden wurden zudem unter Druck gesetzt, weil Steuervergünstigungen nur noch kurzfristig erreicht werden könnten. In dem Aufsichtsverfahren argumentierte die OVB Kft., die Makler hätten auf eigene Faust gehandelt. Doch nicht nur das Zurückweisen jeder Verantwortung sorgte für die härtere Strafe, sondern auch die Versuche, das Vertrauen der Menschen in den ungarischen Staat zu untergraben.

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