Mátra-Kraftwerk

Umweltbuße gezahlt

Auf Anfragen von Parlamentsabgeordneten der Opposition haben die Behörden nach langem Zögern eingeräumt, dass im Fall der heftigen Umweltverschmutzung vom vorigen Sommer die Betreibergesellschaft des Mátra-Kraftwerks, ME Zrt., eine Umweltbuße in Höhe von 5 Mio. Forint (14.000 Euro) gezahlt hat. Bekanntlich hatte sich ein Bach über Wochen verfärbt und klagten Mitarbeiter des Kraftwerks über Unwohlsein, bevor der Katastrophenschutz zu Untersuchungen ausrückte. Dabei bestätigten sich sehr bald Vermutungen, dass die Verschmutzung durch die Agrarfirma Viresol Kft. ausgelöst wurde, eine Firma von Orbán-Freund Lőrinc Mészáros, die sich gleich neben dem Mátra-Kraftwerk ansiedelte (das zu jenem Zeitpunkt auch noch zum Mészáros-Imperium gehörte). Offenbar leitete die Viresol ihr technologisches Abwasser ungereinigt in ein Auffangbecken, dessen Wasser jedoch für Prozessabläufe im Kraftwerk unabdingbar war. Obgleich Mitarbeiter des Kraftwerks durch dieses Handeln geschädigt wurden, soll den jetzt bekannt gewordenen Informationen gemäß die ME Zrt. die Geldbuße ohne Widerspruch beglichen haben. Die Firma Viresol wiederum legte Einspruch gegen eine erste Auflage ein und kam offenbar ungeschoren davon, weshalb nun eine Abgeordnete Anzeige wegen Umweltverschmutzung gegen diese Firma erstattete.

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