Notenbank

Überraschender Rücktritt

Der Vizepräsident der Ungarischen Nationalbank (MNB), Márton Nagy, ist überraschend zurückgetreten. In der offiziellen Mitteilung der MNB heißt es, der Experte habe eine andere wichtige Aufgabe angenommen. Nagy war für die Geldpolitik der Notenbank, für Finanzstabilität und Kreditstimulierung verantwortlich. Seine Aufgabenbereiche übernimmt mit provisorischem Charakter der schon bislang in der Position eines Geschäftsführenden Direktors für die Geldpolitik zuständige Barnabás Virág, die Lenkung der MNB-Wachstumskreditprogramme wird Vizepräsident Mihály Patai anvertraut. Nagy, der seinen Abschluss an der Budapester Corvinus-Universität machte, arbeitete zunächst als Analyst für die staatliche Schuldenzentrale ÁKK und ab der Jahrtausendwende als Chefökonom der ING in Ungarn, bevor er 2002 zur Notenbank wechselte. Er gilt als Leiter des fachlichen Stabes bei der MNB, der für die Konvertierung der Fremdwährungskredite sorgte.

Schreibe einen Kommentar