Regierung

Theater und Museen öffnen

Die Regierung hat bislang 590 Mrd. Forint (1,7 Mrd. Euro) zur Abwehr des Coronavirus aufgewandt, informierte Kanzleramtsminister Gergely Gulyás auf der üblichen Regierungspressekonferenz am Donnerstag. „Es liegt im Interesse von uns allen, dass wir nicht noch einmal in eine ähnliche Lage geraten, wie im März/April, als die Epidemie das ganze Land lähmte“, fügte er hinzu. Von der ersten Maßnahme des Kreditmoratoriums machten zwei Drittel der Privatkunden und vier von fünf Firmenkunden Gebrauch, nach dem Volumen wurden aber nur 57% bzw. 47% der Kredite gestundet. Während die meisten krisenbedingten Steuervergünstigungen zum 30. Juni auslaufen, plant die Regierung für die Tourismusbranche eine Verlängerung dieses Sonderstatus bis zum Jahresende. Gulyás zufolge haben mittlerweile mehr als 11.000 Firmen Kurzarbeitergeld für 145.000 Mitarbeiter beantragt.

Der Minister kündigte an, mit dem Ende der Notstandslage könnten Theater, Kinos, Museen und Bäder wieder öffnen. Konzerte, bei denen die Gäste in ihren Autos sitzen (s. Tankcsapda vom Wochenende), sind ab sofort allgemein genehmigt. In der Zitadelle unmittelbar neben der Freiheitsstatue auf dem Gellért-Berg von Budapest soll das „Museum der ungarischen Freiheit“ eingerichtet werden. Die Regierung stellt sich das Konzept mitsamt einer vollständigen Erneuerung des Platzes Gellért tér auf der Budaer Seite der Freiheitsbrücke vor.

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