OECD-Prognose

Schlimmste Rezession

Bürger, Unternehmen und Staaten müssen sich wegen der Covid-19-Pandemie auf äußerst schwere und langanhaltende Folgen einstellen. Es sei die schlimmste Rezession zu Friedenszeiten seit 100 Jahren zu erwarten, teilte die OECD am Mittwoch in Paris mit. Die OECD rechnet für ihre Studie zwei Szenarien durch: Im ersten bleibt die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus „unter Kontrolle“, alternativ gibt es eine zweite Infektionswelle.
Für Ungarn prognostiziert die OECD einen Rückfall der Wirtschaftsleistung um 8,0% nach einem Wachstum von 4,9% im vergangenen Jahr. Im kommenden Jahr könnte die Wirtschaft wieder um 4,6% wachsen. Die Erwerbslosenquote könnte sich in diesem Jahr auf 6,3% erhöhen, 2021 auf 4,9% fallen. Mit einer zweiten Welle würde das BIP 2020 sogar um 10% schrumpfen und im kommenden Jahr nur um 1,5% ansteigen.
Gábor Gion, Staatssekretär im Finanzministerium, sagte in Reaktion auf die Prognose, die OECD habe im Falle Ungarns zahlreiche Aspekte außer Acht gelassen, weshalb diese deutlich negativer ausgefallen sei, als die Prognose der Regierung und der Marktakteure.

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