MCS Zrt.

Schlachten unrentabel?

Die Fleischverarbeitung scheint in Ungarn kein rentables Geschäft mehr zu sein: Die 2017 mit dem größten Schlachthof des Landes angetretene MCS Zrt. in Mohács hat auch im vergangenen Jahr wieder rote Zahlen geschrieben. Demnach hat der OTP- und Bonafarm-Chef Sándor Csányi nicht nur 23,5 Mrd. Forint als Startinvestition in den Schlachthof gesteckt, sondern in den ersten beiden Geschäftsjahren zusätzlich mehr als 10 Mrd. Forint an Verlusten aufgehäuft. Dabei entwickelten sich die Umsatzzahlen vielversprechend, die bei verdoppelten Exporten von 48 auf 63 Mrd. Forint zulegten. Das Unternehmen, das zum Start 2017 kroatische Gastarbeiter anwerben musste, weil einheimische Arbeitskräfte im Landessüden nicht ausreichend verfügbar waren, schlachtete in 2019 weniger als 1 Mio. Schweine und war somit nur zur Hälfte ausgelastet. Die Auswirkungen der Schweinepest in China und der schwache Forint sorgten für das Verlustgeschäft.

Ein Gedanke zu “Schlachten unrentabel?

  1. Ich habe vor einigen Wochen erfahren, dass Dänemark nicht genug Schweine an Japan und China liefern kann. Kann Ungarn dort nicht einspringen? Darüber hinaus wollten China und Japan aus Dänemark Mutterschweine für Züchtung kaufen. Einige Ladungen über 3.000 würden schon ausgeliefert. Warum nicht auch Ungarn?
    Vielleicht hat der ungarische Botschafter in Kopenhagen seinen Dienstherrn informiert?!

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