Das Foto zeigt (v.l.) Innovationsminister László Palkovics, den Győrer OB Csaba András Dézsi, Ministerpräsident Viktor Orbán, Personalvorstand Erzsébet Knáb, den Vorstandsvorsitzenden der Audi Hungaria, Alfons Dintner, sowie die Vorstände Produktion Fahrzeuge, Zoltán Les, bzw. Produktion Antriebe, Thoralf Hanschel. (Foto: Audi Hungaria)

Orbán bei der Audi Hungaria

Rückkehr zum Dreischichtbetrieb

Am Montag ist die Audi Hungaria in Győr sowohl in der Motoren- als auch der Automobilproduktion zum regulären Schichtbetrieb zurückgekehrt. Ministerpräsident Viktor Orbán sagte dem Unternehmen jede erdenkliche Hilfe zu.

Der Ministerpräsident stattete dem zweitgrößten Unternehmen des Landes anlässlich der Wiederaufnahme der dritten Schicht in der Automobilproduktion, in Begleitung von Innovationsminister László Palkovics, einen Besuch ab. Der Vorsitzende des Vorstands der Audi Hungaria Zrt., Alfons Dintner, zeigte den Gästen den Produktionsprozess der Győrer Fahrzeugmodelle Audi A3 Cabriolet, Q3, Q3 Sportback, TT Coupé und TT Roadster. Während des Rundgangs konnte sich der Ministerpräsident außerdem einen Überblick über die eingeführten Sicherheitsmaßnahmen verschaffen, mit denen das Unternehmen den Gesundheitsschutz seiner Mitarbeiter gewährleistet.

„Für den Neustart der Wirtschaft bedarf es tatkräftiger Unterstützung von Seiten der Regierung“, erklärte Orbán. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise machten selbst noch Herstellern von Weltniveau wie Audi zu schaffen. Die Regierung werde alles tun, um sämtlichen Arbeitnehmern und Ingenieuren im Audi-Werk beizustehen. Dazu gehöre die Bereitschaft, den finanziellen Hintergrund abzusichern, damit der Standort wieder volle Kapazität fahren könne. Orbán ermutigte zu einer vernünftigen Übereinkunft zwischen Unternehmen, Management und Mitarbeitern, denn wie er betonte, „lassen sich mit Vereinbarungen Arbeitsplätze retten“. Er rechne mit einer Zeitspanne von 1-2 Jahren, ehe das Niveau vom Ausgangspunkt der Krise überwunden sein werde. Der Ministerpräsident bezeichnete das Audi-Werk in Győr als Hochburg und Stolz der ungarischen Industrie, dessen Relevanz für die Volkswirtschaft nicht nur die hier investierten 11 Mrd. Euro dokumentierten, sondern auch der erreichte klimaneutrale Status. „Heute müssen wir selbst um das Audi-Werk kämpfen, doch gehe ich davon aus, dass wir die Krise nicht einfach nur überleben, sondern gestärkt daraus hervorgehen werden“, zeigte sich Orbán optimistisch.

Foto: Audi Hungaria

Der Vorstandschef der Audi Hungaria, Alfons Dintner, betonte: „Unser Ziel war es, so schnell wie möglich zur Normalität zurückzukehren; das Team der Audi Hungaria hat hohes Engagement und große Flexibilität gezeigt. Eine Stärke der Audi Hungaria ist es, flexibel auf die sich ständig verändernden Rahmenbedingungen zu reagieren. Wir schätzen das Engagement der ungarischen Regierung, die mit zahlreichen Konjunkturmaßnahmen aktiv die Wiederbelebung und den Neuanlauf der Wirtschaft vorantreibt.“ Dintner zufolge entwickelt sich die Audi Hungaria zunehmend zu einem Kompetenzzentrum, unter dem Leitsatz: „Audi Hungaria – aus Győr für die Welt“. Nach der corona-bedingten Stilllegung der Fertigung im März lief der Betrieb bereits Mitte April wieder schrittweise an. Momentan sei der Autobauer aber noch weit von den Zuständen vor der Corona-Krise entfernt, denn die Nachfrage bleibe vorerst sehr verhalten.

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