Die MTI-Grafik zeigt die Entwicklung des ungarischen Leitzinses seit 2012.

Auslandsinvestoren

Nur mit Genehmigung

Ausländische Investoren dürfen sich bis Ende 2020 nur noch mit Genehmigung von Innovationsminister László Palkovics an strategisch wichtigen ungarischen Unternehmen beteiligen. Laut Ungarischem Amtsblatt hat der Minister 45 Tage Zeit, seine Entscheidung zu treffen. Bei einer Ablehnung kann sich der Investor an ein Gericht wenden. Nach der neuen Verordnung sind Beteiligungen von Ausländern an ungarischen Unternehmen meldepflichtig, wenn der Gesamtwert der Beteiligung 350 Mio. Forint (1 Mio. Euro) bzw. 10% erreicht. Die Meldepflicht bezieht sich auch auf Kapital­erhöhungen, Fusionen, Abspaltungen, Nutzungsrechte und auf die Emission von Wandelanleihen. Neben detaillierten Daten des ausländischen Investors ist die detaillierte Beschreibung der relevanten Aspekte erforderlich. Zu den genehmigungspflichtigen Branchen gehören Chemieindustrie, Fahrzeugbau, Telekommunikation, Einzel- und Großhandel, Lebensmittelindustrie, Finanzsektor, Verkehr und Tourismus.

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