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BMW-Werk

Klares Bekenntnis zum Standort

„Wir stehen weiter zu unserem Standort Debrecen, müssen aber wegen der infolge der Corona-Krise veränderten Wirtschaftslage den Zeitplan überdenken“, sagte Michele Melchiorre (l.), Geschäftsführer der BMW Manufacturing Hungary Kft., am vergangenen Freitag auf einer Pressekonferenz. Anlass war die offizielle Inbesitznahme der durch die Stadt für den Investor vorbereiteten Flächen; die Übergabeprozedur zieht sich nun bis Monatsende hin. „Wir sind außerordentlich zufrieden mit dem bisherigen Prozessverlauf“, erklärte der Werksdirektor, der sich ausdrücklich bei der Stadt und der Regierung für das Vertrauen und die professionelle Zusammenarbeit bedankte.

Foto: Außenministerium / Mátyás Boros

„Das BMW-Werk Debrecen wird entstehen“, sagte Außenwirtschaftsminister Péter Szijjártó bei der Übergabe des Baugeländes an den Investor. Man liege weiterhin im Zeitplan, alle Beteiligten halten sich an ihre Zusagen und erfüllen ihre Verpflichtungen. „Der im Sommer 2018 angekündigte Vertrag über die Errichtung des Werks wird ohne Modifizierungen Ende Juni 2020 in Kraft treten“, fügte er hinzu. Die Investition von gut 1 Mrd. Euro wird durch die Regierung mit Zuwendungen von 12,3 Mrd. Forint (35 Mio. Euro) unterstützt. Da die Corona-Pandemie für Verwerfungen in der Weltwirtschaft sorge, sei es selbstverständlich, dass der Fahrplan für das Bauvorhaben innerhalb eines Intervalls von wenigen Monaten angepasst wird. Szijjártó betonte, es stehe nicht die Frage, ob das Werk überhaupt erbaut wird, und auch nicht die Frage nach dem Baubeginn, denn es wird längst gebaut am Standort Debrecen.

In den letzten zwölf Monaten wurden im Nordwesten der Komitatshauptstadt 400 ha Flächen für das künftige Automobilwerk vorbereitet, wofür 2,1 Mio. Kubikmeter Erdreich bewegt werden mussten. Es wurden 123 km unterirdische Leitungsnetze verlegt und Grundierungsarbeiten für die Stabilität der Fundamente der später entstehenden Werkhallen durchgeführt. Seit dem vorigen Sommer hat BMW Magyar­ország bereits 20 ungarische Mitarbeiter eingestellt, aktuell sind drei Stellen ausgeschrieben, das Werk soll künftig mehr als 1.000 Beschäftigte zählen.

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