Orbán zu Gerichtsurteil

„Keine Gerechtigkeit geschaffen“

In seinem üblichen Interview für das staatliche Kossuth-Radio äußerte sich Ministerpräsident Viktor Orbán auch zum Urteil der Kurie, die 60 Roma in Gyöngyöspata als Entschädigung für ihre jahrelange Diskriminierung insgesamt 100 Mio. Forint Schadenersatz rechtskräftig zugesprochen hat. Für Orbán sei die Angelegenheit von grundsätzlicher Natur. „Wir wollen, dass sich die Menschen in Ungarn zu Hause fühlen. Es kann nicht sein, dass sich eine Minderheit so einrichtet, dass sich die Mehrheit im eigenen Land fremd vorkommen muss.“ Soros-NGO hätten den Fall vor Gericht gebracht, wie eine „Geldeintreibungsaktion“, die gleichzeitig bewusst gegen die Mehrheit gerichtet sei. Er bezeichnete den Urteilsspruch als ungerecht, weil dieser „Recht walten lässt, aber keine Gerechtigkeit schafft“. Er werde danach streben, dass auch Gyöngyöspata Gerechtigkeit widerfahre. Es müssten Rechtsnormen geändert werden, damit sich so etwas nicht wiederholen könne.

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