Foto: Außenministerium/ Mátyás Borsos

Ungarn-Montenegro

Interesse an Entwicklung des Westbalkans

Die schnelle Entwicklung und der schnellstmögliche EU-Beitritt der Westbalkanländer stehen im Sicherheits-, wirtschaftlichen und politischen Interesse Ungarns. Die Länder der Nachbarregion sind wichtige Handelspartner Ungarns, für ungarische Kapitalinvestitionen interessant und liegen nicht zuletzt auf der Route der nach Europa kommenden Migranten, betonte Außenminister Péter Szijjártó (l.) auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem montenegrinischen Amtskollegen Srdjan Darmanovic in Podgorica. Ungarn unterstütze deswegen Kroatien während seiner EU-Ratspräsidentschaft, um mit Montenegro die EU-Beitrittsverhandlungen abzuschließen. „Wir sind der Auffassung, dass nach der Corona-Pandemie in Weltwirtschaft und Weltpolitik nichts mehr wie zuvor sein wird. Deswegen muss die EU im neuen Wettbewerb stark sein, wozu ihre Erweiterung beitragen kann. Je größer die EU ist, umso wichtiger ist die Rolle, die sie in der Weltpolitik spielen kann“, meinte Szijjártó.

Obgleich Ungarn und Montenegro keine Nachbarländer sind, sind ihre Wirtschaften eng miteinander verwoben. Im vergangenen Jahr belief sich der bilaterale Handelsverkehr auf über 100 Mio. Euro. Ungarn exportiert primär Medikamente nach Montenegro und kauft von dort Aluminium. Die montenegrinische Tochter von Ungarns größter Bank OTP ist der größte Kreditgeber für den Staat und die Wirtschaft in Montenegro. Sie wird eine wichtige Rolle beim Hochfahren der Wirtschaft nach der Corona-Krise im Land an der Adria spielen. Ungarn übergab am Dienstag 50.000 Schutzmasken und 2.500 Schutzbekleidungen an Montenegro.

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