Die MTI-Graphik zeigt die Entwicklung des Einzelhandelsvolumens (Vorjahresmonat = 100).

Einzelhandel

Heftiger Einbruch

Im April ist der Einzelhandel um mehr als ein Zehntel gegenüber dem Vorjahr eingebrochen. Die am Donnerstagmorgen vorgelegten Zahlen des Zentralamts für Statistik (KSH) rücken die von der Orbán-Regierung über den Handel verhängte Sondersteuer in ein anderes Licht, hatten Fidesz-Politiker doch ohne Umschweife von den „größten Profiteuren“ der Corona-Krise gesprochen. Tatsächlich stagnierten die Umsätze im Lebensmittelhandel (-0,4%), purzelten im Nonfood-Segment aber um 14,8% und im Kraftstoffhandel gar um 26,3%. Praktisch gar nicht mehr gekauft wurden im Monat April Bekleidung und Textilien (-90%) sowie Secondhand-Waren (-80%), deutlich weniger gefragt waren Bücher, Computer und Industrieartikel (-37%), Möbel und technische Artikel (-24%). Einziger Krisengewinner war der Versandhandel: Die Bestellungen im Internet nahmen um 108% zu, so dass der Onlinehandel nunmehr einen Anteil von 12,5% am Gesamtvolumen erreicht.

Abgesehen vom Tankstellengeschäft hatte der Einzelhandel im I. Quartal teilweise noch zweistellige Zuwachsraten vorlegen können. Für den Zeitraum Januar-April blieb davon ein mageres Plus von 2,6% (im Lebensmittelsegment von 7,0%) erhalten.

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