Bankensektor

Hält dem Stresstest stand

Eine große Mehrheit der Banken würde nicht einmal in einer deutlich schwierigeren als der jetzigen makroökonomischen Lage Kapitalspritzen benötigen, heißt es im aktuellen Stabilitätsbericht der Ungarischen Nationalbank (MNB). In dem Bericht wurden zwei „Stress“-Szenarien unterstellt, um zu untersuchen, wie sich die Handelsbanken verhalten, wenn die Wirtschaft im besseren Fall in diesem Jahr um 3,8% schrumpfen und 2021 stagnieren würde, bzw. wenn ein dramatischer Absturz um 7% und 3% eintreten würde. Das schlechtere Szenario könnte zwei Drittel der Banken in die roten Zahlen stoßen, und auch der Sektor als Ganzes könnte 2021 Verluste vermelden. Dessen ungeachtet würden Kapitaldecke und Liquidität ausreichen. Der Sektor müsste nach zwei besonders harten Jahren voraussichtlich 106 Mrd. Forint an Kapitalerhöhungen vornehmen, was die MNB als akzeptable Größenordnung betrachtet.

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