Institut des XXI. Jahrhunderts

EU nicht krisenfest

Die EU ist nicht in der Lage, Krisen entsprechend zu managen, wie die Wirtschaftskrise 2008, die Migrationskrise 2015 und nun die Corona-Krise zeigten. Erfolgreich in der Krisenbewältigung sind nur die Nationalstaaten, erklärte Dániel Deák, Chefanalyst des Instituts des XXI. Jahrhunderts. Während die USA die Wirtschaftskrise rasch überwanden, war dies in der EU erst 2014 der Fall. Auch die Migrationskrise zeigte die „Funktionsunfähigkeit“ der EU auf; bis heute gibt es keine einheitliche Lösung. Auf die Corona-Pandemie reagierten die EU-Institutionen ebenfalls relativ spät, jedes Mitgliedsland erließ Maßnahmen nach eigenem Ermessen. Erhebungen zeigen, dass das Vertrauen der Bürger in die EU-Institutionen in den vergangenen Jahren geschwunden ist; im Zuge der Pandemie könnten die Nationalstaaten weiter erstarken.

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