Arbeitsmarkt

Ende eines Abwärtstrends

Bei den Arbeitsämtern waren im April 330.700 Personen als arbeitslos registriert. Das ist ein gutes Viertel mehr, als ein Jahr zuvor erfasst wurden – damit beendet die Corona-Krise offensichtlich einen rund zehnjährigen Abwärtstrend in der Arbeitslosenstatistik. Allein im Monat April meldeten sich 72.000 Arbeitnehmer neu bei den Ämtern an. Den offiziellen Daten zufolge wurden 5.250 Arbeitnehmer im Rahmen von Massenentlassungen auf die Straße gesetzt, nach 1.100 Personen im Monat März. Arbeitgeber sind hierzulande verpflichtet, einen Stellenabbau, der 10% und mehr der Mitarbeiter betrifft, beim zuständigen Arbeitsamt anzumelden. In den jüngeren Jahren bewegten sich die Monatszahlen solcher angemeldeten Entlassungen um 300-400 Menschen.

Unter den registrierten Arbeitslosen verfügt eine Mehrheit (55%) über einen Mittelschulabschluss, mit knapp 40% sind Personen vertreten, die bestenfalls acht Klassen absolvierten, der verschwindende Rest – in absoluten Zahlen etwas mehr als 20.000 Personen – sind Akademiker. Wegen der rigiden Regelungen erhalten aber nur 110.000 Personen Arbeitslosengeld und weitere 68.000 Personen Sozialhilfe, wohingegen 46% der beim Arbeitsamt registrierten Arbeitslosen ohne jede finanzielle Unterstützung auskommen müssen.

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