Außenhandel

Eckdaten vorab serviert

In der Corona-Krise hält sich auch das statistische Amt nicht mehr ehern an die Regeln: Am Montag präsentierte das KSH auf seiner offiziellen Seite im Internet zwei Graphiken zur eigentlich erst am heutigen Dienstag fälligen aktuellen Außenhandelsstatistik für den Monat April. Demnach brachen die Ausfuhren im vierten Monat gegenüber dem identischen Vorjahresmonat um 35% (!) ein, auf der Einfuhrseite ergab sich ein Minus von 26%. Bereits am Freitag wurde bekannt, dass die Industrieproduktion im gleichen Monat um 37% zurückfiel, so dass die Entwicklung bei den Exporten kaum noch überraschen konnte. Im Einzelhandel schrumpfte das Volumen derweil „nur“ um ein Zehntel, so dass die Importeure hier gewissermaßen eine stabilere Nachfrage vorfanden. Das KSH wies für den April ein Handelsdefizit von 200 Mrd. Forint aus – einen derart massiven Importüberschuss hat es praktisch seit der Weltwirtschaftskrise nicht mehr gegeben.

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