Die MTI-Grafik zeigt die Entwicklung der Industrieproduktion seit 2001 (Vorjahr = 100).

Industrieproduktion

Drastischer Einbruch

Anhand der am Mittwoch veröffentlichten zweiten Schätzung des Zentralamts für Statistik (KSH) sank das Volumen der Industrieproduktion im Vergleich zum Februar um 10,4%. Der Umfang des Rückgangs stimmt mit der ersten Schätzung überein, die detaillierten Daten sorgten also für keine Überraschung.

Im Jahresvergleich schrumpfte die Industrieproduktion um 5,6%, um Werktage bereinigt um 10,0%. Die Industrieexporte gingen im Volumen um 8,1%, der Inlandsabsatz um 0,8%, innerhalb dessen des verarbeitenden Gewerbes um 1,9% zurück. Gegenüber dem Wachstum im Februar wies der Fahrzeugbau im März im Jahresvergleich ein Minus von 19,8% aus. Demgegenüber legte die Produktion von Computern, Elektronik und optischen Produkten um 1,7%, von Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren um 12,7% zu. Im I. Quartal erhöhte sich die Industrieproduktion um 0,1% zum Vorjahr, das Exportvolumen kletterte um 0,4%, während der Inlandsabsatz um 2,0% sank.

Die April-Daten werden voraussichtlich noch schlechter als die Daten des I. Quartals ausfallen, da die meisten Stilllegungen der großen Unternehmen erst Mitte März erfolgten und mit voller Wucht im April eintrafen. Vorerst weisen die Auftragszahlen noch nicht auf eine massive Konjunkturflaute hin. Zwar ging der Auftragseingang in allen Segmenten des verarbeitenden Gewerbes um 10,1% gegenüber dem März 2019 zurück, allerdings ist dies in Anbetracht der überaus hohen Basis des vergangenen Jahres kein so schlechtes Ergebnis. Innerhalb dessen erhöhten sich die Inlandsaufträge um 1,6%, neue Exportaufträge sanken demgegenüber um 11,6%. Der gesamte Auftragsbestand schrumpfte Ende März um 6,5% im Jahresvergleich.

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