Das Foto zeigt den Angeklagten (l. auf dem Bildschirm) bei der Verhandlung, die wegen der Corona-Regeln unter Einsatz von Multimediatechnik geführt wurde. Foto: MTI/ Csaba Krizsán

Aus dem Gerichtssaal

Brutaler Mord streng geahndet

Das Tafelgericht Győr hat am Donnerstag einen Jungen rechtskräftig zu 15 Jahren Freiheitsentzug verurteilt, der vor zwei Jahren das Leben eines 8-jährigen Mädchens auf brutale Weise auslöschte. Der aus dem Nachbarort stammende Teenager hatte das Mädchen auf dem Fußballplatz der Gemeinde Sóly bei Veszprém kennengelernt; fortan trafen sie sich immer wieder. Als das Mädchen dem Jungen jedoch erzählte, sie würde später seinen Freund zum Manne nehmen, lockte er es an einen verlassenen Ort, band ihm die Hände mit einem zufällig gefundenen Seil auf den Rücken und drückte das wehrlose Opfer anschließend immer wieder mit dem Kopf in das Wasser eines Bachlaufs. Das Mädchen war bereits bewusstlos, als der Junge mit Steinen und spitzen Gegenständen auf sein Opfer einschlug. Wie die Ermittlungen ergaben, lebte das kleine Kind noch, als der Teenager es entkleidete und erneut in den Bach zog, wo das Mädchen schließlich ertrank. Die Verteidigung hatte auf ein geringeres Strafmaß plädiert, weil der Junge seine Tat inzwischen bereute und ein umfangreiches Geständnis ablegte. Das Tafelgericht hielt sich jedoch an das in erster Instanz vom Gerichtshof Veszprém gefällte Urteil, weil die Brutalität und Anteilslosigkeit des Täters wenig Raum für eine Strafminderung gegeben hätten.

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