Coronavirus

Beatmungsgeräte nach Afrika

„Wir wollten unbedingt vermeiden, was in mehreren westlichen Ländern eintrat, wo Ärzte entscheiden mussten, wer künstlich beatmet wird, und wer sterben muss“, sagte der Staatssekretär des Außenministeriums, Tamás Menczer, am Mittwochabend im staatlichen Nachrichtenfernsehen M1. Mit diesem Satz begründete er die Bestellung von insgesamt 16.000 (!) Beatmungsgeräten im Gesamtwert von rund 850 Mio. Euro, von denen mittlerweile 10.000 Geräte eingetroffen seien. Gestützt auf Experten war man von einem Bedarf ausgegangen, der im Extremfall 8.500 Geräte erreicht hätte. Um auf keinen Fall Engpässe zu haben, wurden deshalb 10.000 Geräte kalkuliert. Wegen des extremen Wettstreits um die knapp gewordenen Schutztechniken am Weltmarkt wurden aber sicherheitshalber noch deutlich mehr Geräte bestellt, da viele Lieferzusagen anfänglich nicht eingehalten wurden. Der tatsächliche Bedarf erreichte während der Corona-Krise nicht einmal 100 Beatmungsgeräte.

Menczer fügte hinzu, man werde Geräte weiterveräußern, es bestehe Nachfrage aus Afrika und Asien. Er sprach zudem von der anlaufenden Fertigung von Geräten des Typs Panther 5; die Firma Celitron in Vác werde noch im Sommer 1.000 dieser zur Weltspitze gehörenden Geräte an einheimische Krankenhäuser ausliefern.

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