Ipsos

Alte Probleme zurückgekehrt

Während die Menschen global (genauer gesagt in den 27 untersuchten Ländern) weiterhin vor allem das Coronavirus und Arbeitslosigkeit fürchten, haben sich die Ungarn anderen Problemen zugewandt. Das ergab die mit jeweils rund 20.000 Personen vorgenommene Befragung des Forschungsinstituts Ipsos, die praktisch im monatlichen Rhythmus durchgeführt wird. Hierzulande belastete die Angst vor dem neuartigen Virus im April noch 61% der Befragten. Diese Zahl fiel schon im Mai praktisch auf die Hälfte zurück (32%), als bereits wieder drei andere Ängste die Ungarn intensiver beschäftigten. Im Juli hatte sich die Corona-Angst der Ungarn ein weiteres Mal halbiert (15%), was gerade noch für Platz 7 auf der Schwarzen Liste reichte. Das Virus wurde damit sogar wieder von der Angst vor Inflation und der Sorge um das Bildungswesen verdrängt, bzw. erstmals wieder deutlicher von der Angst vor Jobverlusten (25%) abgehängt. Die großen Spitzenreiter auf der Negativliste der Ungarn sind freilich nunmehr wieder das Gesundheitswesen (56%), Korruption (54%) und Armut (49%). Nur 23% der Ungarn glauben, dass sich die Dinge allgemein in eine gute Richtung entwickeln, global sind es 39%, bei den Deutschen sogar 47%. Weniger zuversichtlich als die Ungarn sind laut Ipsos allein Südafrikaner und Chilenen.

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