Fotos: MTI/ Zoltán Máthé

Flüchtlingslager Zugliget

Gedenken an „Tag der Aufnahme“

Anlässlich des 36. Jahrestags des „Tags der Aufnahme“ ostdeutscher Flüchtlinge veranstaltete der Ungarische Malteserhilfsdienst (MMSZ) eine Gedenkfeier in Zugliget. Das ist der Ort, an dem zwischen dem 15. August und Mitte November 1989 das vom MMSZ betriebene Flüchtlingslager stand.

MMSZ-Vizepräsident Miklós Vecsei betonte, dass die Gedenkfeier stattfindet, weil es wichtig ist, das Erbe von Imre Kozma, dem im letzten Jahr verstorbenen Gründungspräsidenten des MMSZ, weiterzuführen. Gleichzeitig wird auch Csilla von Boeselager gedacht, die 1994 verstorben ist und gemeinsam mit Imre Kozma das Flüchtlingslager gründete, in dem innerhalb weniger Monate mehr als 48.000 Personen versorgt wurden. Als der damalige deutsche Außenminister Hans-Dietrich Genscher später Ungarn besuchte, erklärte er, dass in Zugliget der erste Stein aus der Berliner Mauer herausgeschlagen worden sei.

Wolfgang Wagner (r.), Vertreter der deutschen Malteserhilfsorganisation, der 1989 die Malteser-Hilfstransporte nach Budapest leitete, erinnerte daran, dass damals die ganze Welt auf Budapest blickte und täglich eine Vielzahl von Journalisten an den Pressekonferenzen teilnahm.

Breitgefächerte Hilfe

Dank des Porsche-Präsidenten nahmen 150 ostdeutsche Flüchtlinge am Großen Preis von Ungarn der Formel 1 in Mogyoród teil, und auf Initiative des ADAC wurden kranke Flüchtlinge mit Flugzeugen in Münchner Krankenhäuser gebracht. Budapester Taxifahrer beförderten die Flüchtlinge kostenlos nach Zugliget und später in weitere, neu eingerichtete Flüchtlingslager in Budapest.

Das Flüchtlingslager befand sich im Garten jener Pfarrei in Zugliget, deren Pfarrer Imre Kozma war. Das Lager wurde auf Anfrage der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland vom 14. August auf den 15. August eröffnet, Ausrüstung, Zelte und die für die Unterbringung der Menschen notwendigen Hilfsmittel wurden von München nach Budapest transportiert.

Nie zuvor so oft umarmt

Nie zuvor wurde er so oft umarmt wie am 9. September 1989, sagte Wagner, als die ungarische Regierung bekannt gab, dass die ostdeutschen Flüchtlinge das Land in Richtung Westen verlassen dürfen. Die ostdeutschen Dokumente wurden gegen westliche Papiere ausgetauscht, und die Flüchtlinge konnten mit Bussen aus Wien in Richtung Österreich aufbrechen.

Zeitgleich mit der Gedenkfeier wurde im Haus der Aufnahme eine Ausstellung eröffnet, die anhand von Fotos und Dokumenten die damaligen Ereignisse zeigt. Im Innenhof des Hauses sind zwei Teile der Berliner Mauer zu sehen, außerdem ein Trabant, der mit Zeitungsausschnitten aus dieser Zeit beklebt ist.

8 Antworten auf “Gedenken an „Tag der Aufnahme“

  1. Die Realität ist der Feind
    Deutsche Politik hat zwei Feinde: Erstens die Realität und zweitens falsche Prioritäten. Das Ergebnis zeigt sich in einer Zahl: Die Bundesschuld steigt laut aktueller Eckwerteplanung von 2025 bis 2029 um mehr als 50 Prozent. Bis 2029 würden zudem die Zinsausgaben um mehr als das Doppelte auf 62 Milliarden Euro steigen – und danach noch weiter. In nur vier Jahren sollen sich also die Schulden, die seit 1949 in 75 Jahren aufgehäuft wurden, glatt verdoppeln? Es ist das Eingeständnis, dass die erwirtschafteten Mittel trotz Rekordabgabenbelastung nicht ausreichen, um einen verfetteten Staat zu finanzieren. (Tichys Einblick, warum zerbricht dieses Land ?)

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  2. Da kann man Ungarn nur danken. Hier im besten und sichersten Deutschland ,dass wir je hatten werden Leute aufgenommen, die hoch kriminell sind und das Land übernehmen wollen. Die Bundes Kriminalamt Statistiken, die auch frisiert nicht positiv sind, sind frei einsehbar. Morde, Messereien ,Vergewaltigungen am laufenden Band und niemand tut etwas dagegen, außer vertuschen. So weit wird es in Ungarn nie kommen. Schweden beginnt nach der Aufnahme in den 70igern, als das Land noch eines der sichersten auf der Welt war jetzt massiv gegen zu steuern. Vielleicht ist noch etwas zu retten. Leute wie Werrmann ,also Kommunisten und Landesverräter wollen auch Ungarn zerstört wissen. Ungarn den Ungarn und denen die sie Einladen, immer unter der Voraussetzung auch das Land voran zu bringen und nicht nur zu schmarotzen…

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