Ivan Krastev, letzten Herbst bei einer Veranstaltung in Budapest: „Das Ansehen des Liberalismus und des Westens als Vorbild hat sich in der Region bis heute nicht von der Finanzkrise erholt.“ (Foto: KKTTKK)

Rezension: „Das Licht, das erlosch“ von Ivan Krastev und Stephen Holmes

„Europas letzte Verteidigungslinie“

Im November letzten Jahres berichtete die Budapester Zeitung über eine vom Institut des XXI. Jahrhunderts im Terrorhaus-Museum ausgerichtete internationale Konferenz zum 30. Jahrestag der Selbstbefreiung Mittel- und Osteuropas. Einer der Gastredner war der bulgarische Politologe und Politikberater Ivan Krastev, der mit Stephen Holmes, einem US-amerikanischen Professor für Rechtswissenschaften ein viel beachtetes Buch über das vermeintliche „Ende des liberalen Zeitalters“ geschrieben hat. Im vorliegenden Artikel widmet sich die BZ den Thesen der beiden liberalen Autoren, die unter Liberalen zu einer pessimistischen Einschätzung der Zukunft führen.

„Gestern war die Zukunft besser“, schreiben Krastev und Holmes. „Wir glaubten, das Jahr 1989 habe die Vergangenheit fast so klar von der Zukunft geschieden, wie die Berliner Mauer den Osten vom Westen. Wir konnten uns nur schwer eine Zukunft ausmalen, die nicht demokratisch oder kapitalistisch geprägt ist. Heute denken wir anders“, betonen die Autoren. Konfrontiert mit einer „Invasion des Unbekannten“ hätten die meisten von ihnen sogar Schwierigkeiten, sich im Westen eine Zukunft vorzustellen, die „stabil demokratisch und liberal bleibt“.

Der Triumph des Liberalismus

Um diese von einem geradezu tragischen Gefühl geprägten Gedanken der zwei liberalen Denker zu verstehen, muss man sich einen Moment lang die Zeit nach dem Untergang des sowjetischen Terrorregimes vergegenwärtigen: Als der Kommunismus im Jahr 1989 gerade dabei war, wie ein Kartenhaus in sich zusammenzubrechen, schien der Sieg des Liberalismus endgültig besiegelt. Die Sonne einer neuen liberalen Weltordnung würde bis in die letzte Ecke des Planeten scheinen.

„Die westliche liberale Demokratie galt unter diesen Prämissen als der Endpunkt der ideologischen Entwicklung der Menschheit“, schreiben die Autoren in Anlehnung an den US-amerikanischen Politikwissenschaftler Francis Fukuyama, der in seinem berühmten Buch „Das Ende der Geschichte“ (1992) von der liberalen Demokratie als von einem nicht mehr zu überbietenden „Endpunkt der gesamten Menschheitsgeschichte“ sprach.

Das Zeitalter der Nachahmung

Der Untergang der kommunistischen Terrorregimes läutete ein „dreißigjähriges Zeitalter der Nachahmung“ ein. „Die Mittel- und Osteuropäer standen Schlange, um möglichst schnell Anschluss an einen Westen zu finden, wie sie ihn sich hinter dem Eisernen Vorhang ausgemalt hatten“, schreiben die beiden Autoren. Die „mitteleuropäischen Eliten“ waren „hoffnungsvoll Bekehrte, die danach strebten, „die Lebensweisen und moralischen Haltungen zu kopieren, die sie im Westen beobachteten“.

Dabei eigneten sich die Mitteleuropäer nicht nur die technischen Mittel an, wie beispielsweise die Chinesen: sie ahmten auch die „moralischen Ideale des Westens“ nach. So kam es, dass sie „der historischen Unterordnung Mitteleuropas unter ausländische Lehrer und Inquisitoren“ nicht entkommen konnten. Zwar tauschten die Wähler in Ungarn und Polen ihre Amtsinhaber regelmäßig aus, doch die – von Brüssel vorgegebene – Politik änderte sich nicht substanziell. Während sie „von westlichen Strippenziehern regiert“ wurden, warfen ihnen Besucher aus dem Westen regelmäßig vor, „nur pro forma Demokratie zu spielen“.

Die nervenaufreibende Asymmetrie zwischen jenen, die vermeintlich „moralisch fortgeschritten“ waren, und jenen, die „moralisch hinterherhinkten“, die „Spaltung zwischen Nachahmern und Nachgeahmten, durch die eine moralische Hierarchie entstand, die „sich zutiefst destabilisierend erwies“, schlug den Autoren zufolge schließlich in eine in der Bevölkerung „weitverbreitete Verbitterung angesichts der gefühlten Kränkungen der nationalen und persönlichen Würde um“. Die politische Runderneuerung unter den Augen des Westens führte zu starken Gefühlen der Scham und einer um sich greifenden Angst vor kultureller Auslöschung.

Der Westen ist nicht mehr, was er mal war.

1989 empfahlen die Dissidenten in den postkommunistischen Gesellschaften ihren Mitbürgern die Nachahmung des „global dominanten und eisern antikommunistischen Westens des Kalten Krieges“. Drei Jahrzehnte später hatte sich dieses vorbildhafte Gesellschaftsmodell verflüchtigt, erklären Krastev und Holmes. „Normal“ waren im Westen inzwischen „Säkularismus, Multikulturalismus und Homo-Ehe“. Kann es da überraschen, fragen die beiden Autoren, „dass einige Mittel- und Osteuropäer sich „betrogen“ fühlten, als sie feststellten, dass die konservative Gesellschaft, die sie nachahmen wollten, verschwunden war, weggespült vom Strom einer rasanten Modernisierung?

Was die Autoren hier kurz als „Modernisierung“ bezeichnen, ist im Prinzip jene „linksliberale Mutation“, die westliche Gesellschaften durchlaufen haben, als die 68er-Generation ihren „langen Marsch durch die Institutionen“ erfolgreich beschritten hatte und sodann eine Gesellschaft zu formen begann, mit der sich viele Menschen in Mittel- und Osteuropa nicht identifizieren können. Der gemeinsame Kampf gegen den Kommunismus rückte zusehends in den Hintergrund, während sich der Westen, und ganz besonders der einstige Musterschüler Deutschland, zusehends nur noch auf den erbitterten „Kampf gegen Rechts“ verlegte.

Umgekehrt stellen – aus der Per­spektive des Westens – die Bemühungen von postkommunistischen Ländern wie Polen und Ungarn, die politische Ordnung nach dem Vorbild einer „jetzt überwundenen sexistischen, rassistischen und intoleranten Version des Westens umzumodeln, nicht nur einen vergeblichen Versuch dar, die Uhr zurückzudrehen“, erklären Krastev und Holmes. Solche Bestrebungen würden auch als Angriffe auf den im Westen so schwer erworbenen „moralischen Fortschritt“ wahrgenommen und deshalb als „Ausdruck einer antiwestlichen Gesinnung rundheraus verurteilt“.

Schließlich war es die globale Finanzkrise von 2008, die dem „guten Ruf des Liberalismus den Todesstoß“ versetzte. Aus der Krise, die unzählige Menschen ruinierte und zur Auswanderung in den Westen zwang, erwuchs ein „tiefes Misstrauen gegenüber den wirtschaftlichen Eliten und dem Kasino-Kapitalismus, der beinahe die Weltfinanzordnung zerstört hätte“.

Die „niederschmetternde ideologische Wirkung“ sei über die rein ökonomischen Folgen weit hinaus gegangen: Das Ansehen des Liberalismus und das Ansehen des Westens als Vorbild habe sich in der Region bis heute nicht von der Finanzkrise erholt.

Die Flüchtlingskrise gießt Öl in das „antiliberale Feuer“

Nachdem sich der liberale Westen im Zuge der Finanzkrise 2008 als Vorbild nachhaltig diskreditiert hatte, brachte die Flüchtlingskrise, „die Europa 2015 und 2016 traf und Öl in das antiliberale Feuer goss“, den „antiliberalen Gegenschlag“. Die einstmals liberalen Führer in Mitteleuropa, die „populistische Gegenelite“, so Krastev und Holmes, erklärten nun nicht nur mehr ihre Unabhängigkeit von Brüssel, sondern generell vom westlichen Liberalismus und dessen „Religion“ der Weltoffenheit.

„Mitteleuropas Panik schürende Populisten“, schreiben Krastev und Holmes, „deuteten die Flüchtlingskrise als einen weiteren Beleg dafür, dass der Liberalismus die Fähigkeit einer Nation schwäche, sich in einer feindlichen Welt zu verteidigen.“ Aus Sicht der mitteleuropäischen Entscheidungsträger sei es zudem eine liberale Illusion zu glauben, „verschiedene ethnische und kulturelle Gruppen könnten nach amerikanischem Vorbild in die europäische Kultur assimiliert werden“.

„Aus dieser zutiefst antiliberalen Perspektive“, so die Autoren, „hat eine offene Gesellschaft mit postnationaler Identität, die nicht-europäische Migranten mit offenen Armen empfängt, einseitig abgerüstet und riskiert zu verlieren, was immer ihr an kulturellem Zusammenhalt geblieben ist.“
Die Furcht vor einer „Verwässerung der nationalen Identität“ werde wiederum befeuert durch eine Furcht „vor dem demographischen Kollaps“, die beide das Ende der Nation bedeuten könnten. Die Forderung, westliche Moralvorstellungen weiter nachzuahmen, gleiche letztlich „einer Einladung zu kulturellem Selbstmord“. In diesem Zusammenhang würden Orbán und Kaczynski Mitteleuropa nicht nur als das wahre Europa beschreiben, sondern als „Europas letzte Verteidigungslinie“.

Der schlecht sitzende westliche Anzug aus zweiter Hand

Krastev und Holmes unterstellen den Mitteleuropäern, Anhänger eines „reaktionären Nativismus“ geworden zu sein. Dabei handle es sich um eine „Wiederbehauptung sogenannter authentischer nationaler Traditionen“, um eine antiliberale, globalisierungs-, fremden- und EU-feindliche Revolte, die von populistischen Demagogen ausgenutzt und manipuliert werde.

Mit „Nativismus“ scheinen die Autoren hier eine Form des „Ethno-Nationalismus“ zu meinen – also den Glauben, wie sie schreiben, die Bürger besäßen „eine Art mystische moralische Verbindung zu ihren biologischen Vorfahren.“ Mit anderen Worten handelt es sich bei der vermeintlichen „nativistischen Reaktion“ um eine biologistische Definition der Nation, bei der man sich letztere, ganz im Sinne des Nationalsozialismus, als „Blutsgemeinschaft“ vorstellt.

Allerdings könnte es sich dabei um eine reine Unterstellung der Autoren handeln, basierend auf einer Art liberaler Phobie, dass jeder, der von Völkern und Nationen spricht, immer auch gleich vermeintlich „mystische Blutsgemeinschaften“ meint. Dass diese Vorstellung in der ungarischen oder polnischen Politik eine tatsächliche Rolle spielt, sollte erst einmal bewiesen und nicht einfach nur behauptet werden.

Könnte es nicht sein, dass die Menschen in Mitteleuropa, wenn sie genug davon haben, einem liberalen Westen nachzueifern, dies nicht deshalb tun, weil sie plötzlich alle Rassisten geworden wären, sondern weil sie zusehends den Eindruck bekommen haben, dass sich die westeuropäischen Nationen aufgegeben haben? Tatsächlich sind sich Krastev und Holmes des Vorwurfs bewusst und schreiben, dass nach Ansicht vieler Menschen in Mitteleuropa den Liberalen „die Geschichte und das Schicksal der Nation egal sei“.

Peinlich flache Wurzeln

Im Zusammenhang mit der politischen Reaktion Mitteleuropas auf die Flüchtlingskrise schreiben die beiden Autoren: „Anti-Einwanderungspolitik ist eine höchst emotionale Sache, weil Masseneinwanderung, ob nun real oder erfunden, die letzten Reste einer imaginären Gemeinschaft wegzuspülen droht, die aus historisch kontingenten Gründen langsam zerfasert.“ Nun stellt sich die Frage, wie etwas zerfasern kann, was nur „imaginär“, also wohl „illusionär“ oder „eingebildet“ ist.

An einer anderen Stelle beziehen sich die Autoren auf den belgischen Religionswissenschaftler Marcel Detienne, demzufolge es sich bei der „nationalen Identität“ um einen „mythischen Glauben an die Blutsbande“ handle, „die die lebenden Generationen mit ihren verstorbenen Vorfahren verbinde. Wenn eine Assimilation möglich sei, so Detienne, impliziere das auch, dass die kulturelle Identität der Einheimischen nicht auf einem genetischen Erbe beruhe, sondern vielmehr etwas verstörend Oberflächliches ist, das Neuankömmlinge relativ leicht annehmen können.“ Eine erfolgreich vollzogene Einwanderung, die zu einer Assimilation führe, würde Krastev und Holmes zufolge dann auch die „peinlich flachen Wurzeln der so hochgeschätzten, aber doch fiktiven nationalen Identität offenlegen“.

Es lässt sich also feststellen, dass die beiden Autoren den Mitteleuropäern, wenn diese an ihrer nationalen Identität festhalten, vorwerfen, Anhänger rassistischer Vorstellungen zu sein, während sie selbst die nationale Identität und also auch das eigentliche Phänomen von Nationen und Völkern als eine Art oberflächlicher Phantasmagorie halten. Dass es sich dabei aber vielmehr um historisch gewachsene Kulturgemeinschaften handelt, die einen unverzichtbaren Wert darstellen, scheint ihnen nicht in den Sinn zu kommen.

Kultur und Freiheit

Die „nationale Identität“ beruht auf der Zugehörigkeit zu einer Nation, die keine Blutsgemeinschaft ist, sondern eine historisch gewachsene Kulturgemeinschaft, in der die Menschen über eine gewisse „seelische Konfiguration“ verfügen und „eine ganz spezifische Grundhaltung zur Welt einnehmen und zu einer besonderen Art des gedanklichen, künstlerischen und religiösen Strebens hinneigen“, wie der Philosoph Herbert Ludwig schreibt. In diesem Sinne bildet sich eine Kultur aus rein seelisch-geistigen Kräften, sodass selbstverständlich auch Menschen, die am anderen Ende der Welt geboren sind, in diese Gemeinschaft hineinwachsen können.

Umgekehrt können Menschen auch über ihre nationalen Kulturen individuell hinauswachsen: nicht etwa, indem sie ihre nationale Identität leugnen oder verleugnen, sondern indem sie sich – geistig strebend – immer weiter bilden, von anderen Kulturen lernen und sich inspirieren lassen. Herausragende Beispiele sind Persönlichkeiten wie Goethe, Stefan Zweig oder Romain Rolland, die auf diese Weise zu wahren Europäern wurden.

Ivan Krastev und Stephen Holmes: Das Licht, das erlosch – Eine Abrechnung

256 Seiten, Berlin 2019
Das Buch kann zum Preis von 26 Euro bei Amazon erworben werden.

Europa als geistig-kulturelle Entwicklungsströmung

Viele Menschen bekommen zusehends den Eindruck, dass den liberalen beziehungsweise linksliberalen Eliten der Europäischen Union die verschiedenen Nationen Europas „völlig egal“ seien, weil sie wie Krastev und Holmes scheinbar der Meinung sind, dass Nationen nichts weiter seien als imaginäre Fantasien, denen man gleichzeitig noch die Schuld an Krieg und Völkermord in die Schuhe schiebt.

Gerade in Mittel- und Osteuropa aber spielte der Rekurs auf die Nation, wie die Autoren selber zugeben müssen, eine wesentliche Rolle im antikommunistischen Kampf für Freiheit und Demokratie. Die Autoren stellen zudem auch fest, dass „die Nation“ eine notwendige Voraussetzung für „jede stabile Demokratie“ sei. Insofern dürfen sich heutige Liberale auch nicht darüber wundern, dass ihnen nun, wenn sie die Nationen verteufeln oder lächerlich machen, zusehends Widerstand entgegenwächst.

Tatsächlich blickt Mitteleuropa mit großer Sorge auf die gesellschaftlichen Entwicklungen in Westeuropa, wo alles danach aussieht, dass man nicht nur danach trachtet, sich eine „postnationale Identität“ zuzulegen, wie die beiden Autoren erklären, sondern – aus einem postmodernen Kulturrelativismus heraus – gleichzeitig auch dabei ist, auf das gesamte kulturelle Erbe der europäischen Zivilisation komplett zu verzichten.
Unzählige Menschen sind auch heute noch davon überzeugt, dass die europäische Zivilisation als Ganzes einen unverzichtbaren Wert für die gesamte Menschheit darstellt: Manche erkennen in Europa zurecht eine Entwicklungsströmung, die im Menschen zur freien, sich selbst bestimmenden Individualität drängt, andere lieben Europa aufgrund der Vielfalt des geistig-kulturellen Lebens, wie es sich historisch in seinen unterschiedlichen Völkern und Nationen entwickelt hat. Wie kann man unter diesen Voraussetzungen von den Europäern erwarten, dass sie all dies hinter sich lassen?

Aus der Mitte heraus

Angesichts des diagnostizierten „Endes des 30 Jahre währenden liberalen Zeitalters“ möchte man Liberalen wie Ivan Krastev und Stephen Holmes raten, gegenüber der „Invasion des Unbekannten“ nicht in Pessimismus zu verfallen. Vielmehr würde man sich von ihnen wünschen, dass sie selbstkritisch hinterfragen, warum der Liberalismus, der auf der Freiheit des Individuums beruht, weiter entwickelt werden sollte, um das kulturelle Phänomen in sein Weltbild zu integrieren.

Diejenigen, die den Liberalismus aus einer „kulturellen oder gar nativistischen“ Reaktion angreifen, sollten ihrerseits nicht aus den Augen verlieren, dass sich die Kultur ohne das freiheitliche Element gar nicht entfalten kann. Gerade in Mitteleuropa hat man nur allzu schmerzlich erfahren müssen, was der Totalitarismus auch kulturell bedeutet. Wie könnte die Kultur gedeihen, wie könnte sie erblühen, wenn sie doch die Freiheit benötigt, wie die Blume das Sonnenlicht?

Auch hier gilt es, die Mitte wiederzufinden, und aus der Mitte heraus die Welt zu gestalten. Vielleicht spielt eines Tages auch die Mitte Europas, also Mitteleuropa, zu dem einstmals auch Deutschland und Österreich gehörten, eine Rolle bei der Überwindung der heutigen Gegensätze. Vielleicht wird eines Tages aus der Mitte heraus nach einem Weg gesucht werden, der die gegenseitigen Standpunkte, die sich heute scheinbar unversöhnlich gegenüberstehen, wieder miteinander aussöhnen könnte.

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