Pro Deo et patria – Die Reiter kämpften für Gott und ihr Vaterland. Foto: MTI/ Tamás Vasvári

Zweiter Weltkrieg

Das Erbe der Husaren

Unter dem Titel „Bis zur letzten Patrone” wurde im Keltike-Haus in Várgesztes bei Tatabánya eine Ausstellung eröffnet. Sie zeigt den Widerstand und die Zerschlagung der im Vértes-Gebirge kämpfenden 1. Husaren-Division während des Zweiten Weltkriegs.

Die Husaren waren eine leichte Kavallerie in der ungarischen wie auch in anderen europäischen Armeen vom 18. Jahrhundert an. Obwohl sich im Ersten Weltkrieg schnell herausstellte, dass die Reiter gegen moderne Feuerwaffen wirkungslos waren, hatten sie bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts in der Ungarischen Armee Bestand.

Ein Großteil des Ausstellungsmaterials stammt von den Schlachtfeldern des Zweiten Weltkriegs im naheliegenden Vértes-Gebirge. Unter den Feldflaschen, Bechern und Bajonetten befinden sich zahlreiche beschädigte und durchschossene Stücke, die die Spuren des Krieges tragen. Eine Besonderheit ist, dass der Begleittext aus 7-8 Tagebüchern ehemaliger Husaren stammt. Die Worte der Soldaten zeigen auf dramatische Weise, wie die Husaren ohne Munition und Ausrüstung gegen die aus dem Osten vorrückende sowjetische Übermacht standhielten.

Die meisten Objekte wurden von István Szebenyi, dem Vorsitzenden des Vereins für Kriegs- und Kulturgeschichte, an den ursprünglichen Fundorten gesammelt. Kürzlich fand er in einem privaten Park in Österreich die verloren geglaubten Unterlagen der Husaren-Division, die sich in den letzten Kriegstagen Richtung Westen zurückzog. Aus diesen geht hervor, dass am Ende des Krieges weder Menschen noch Technik zur Verfügung standen und keine Hoffnung mehr auf einen Sieg bestand. Bei der Kapitulation gerieten von den einst 4.700 Soldaten der Division nur noch wenige hundert in Gefangenschaft.

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