Foto: MTI/ Tibor Rosta

St. Vinzenz-Tag

Gute Weinernte prognostiziert

Der im Jahr 304 als Märtyrer gestorbene Heilige Vinzenz ist der Schutzpatron der Weinbauern und Kellermeister.

Am 22. Januar, der ihm gewidmet ist, wird anhand des Zustands der Rebzweige vorausgesagt, welche Ernte in diesem Jahr wohl zu erwarten sei. Obwohl die Natur zu dieser Zeit noch schläft, geht der gute Wirt hinaus in den Weinberg und sieht sich dort um. Das geschah so auch am vergangenen Samstag in Ópusztaszer in Südungarn, wo etwa siebzig Mitglieder von 17 Weinorden in der Nationalen Gedenkstätte an der Zeremonie der „Weingartenbegehung“ teilnahmen.

Nachdem er einige Reben vom Weinstock der ungarischen Sorte „Kövidinka“ im Garten des Freilichtmuseums abgeschnitten hatte, stellte der Winzer István Kalmár fest, dass die Reben gesund und unbeschädigt seien. Sie sind aber im Vergleich zu den vergangenen Jahren etwas weniger entwickelt, was auf die Dürre im letzten Jahr zurückzuführen sei. Wenn in den nächsten Monaten ausreichend Niederschläge fallen, können die derzeit in einem tiefen Ruhezustand befindlichen Reben ihren Rückstand aufholen.

Die Feier wurde mit einer Fachdiskussion und einer Bewertung der letztjährigen Ernte verbunden. Die Winzer sind sich einig, dass sich der Weinmarkt ständig verändert und dass den Trends entsprechende neue Weinsorten gezüchtet werden müssen. Auf die klimatischen Veränderungen werden neue Sorten besser ansprechen, die Trockenheit und heiße Sommer gut vertragen.

Man hofft nun, dass das Sprichwort „Wenn der Vince überläuft, ist der Keller voll“ wahr wird. Da an diesem Tag der Schnee schmolz, darf man mit einer guten Weinernte rechnen.

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