Restaurantempfehlung
Ein kühles Blondes unter den Aposteln
Das seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts existierende Restaurant „Apostolok“ in der Kígyó utca nur wenige Schritte entfernt von der Flaniermeile Váci utca hat neu eröffnet. Seine Geschichte begann in den Jahren 1902/03, als János Förster die Bierstube in dem 1894 von Henrik Schmahl entworfenen Gebäude in der Kígyó utca 4-6 eröffnete. Das Lokal zeichnete sich schon damals durch seine besondere Atmosphäre aus, mit halbdunklen Nischen, über den Nischen angebrachten Apostelköpfen und strengen Hausregeln, die da besagten: „Ruhe und Nüchternheit. Geöffnet von 9 Uhr morgens bis halb 11 abends.”
Biertrinken war damals „in“. Das „Apostolok” schloss einen Exklusivvertrag mit der Pilsener Brauerei und verkaufte Raritäten wie Löwenbräu und das berühmte „Szent Benno”-Bier, das im ganzen Land nur hier getrunken werden konnte. Im Zuge eines Umbaus im Jahr 1913 erhielt der Gastraum seine heutige Form. Die Möbel stammen von Oszkár Gattaringer, die Holzschnitzereien von János Bartolfy, die Verkleidungen von Vilmos Schillinger und die Mosaike von Kálmán Szabó. All diese Elemente können bis heute in ihrer ursprünglichen Schönheit bewundert werden. Das Restaurant steht seit 1973 unter Denkmalschutz.
Das neu eröffnete Restaurant versprüht wieder die Atmosphäre, für die es über mehrere Generationen hinweg legendär war, und bietet gleichzeitig den Komfort moderner Gastronomie. Zahlreiche Neuheiten erwarten die Gäste: eine Terrasse im Herzen der Innenstadt, jeden Abend Live-Musik und ein historisches Interieur, das dank Glaswänden in neuem Licht erstrahlt.
Die Speisekarte basiert auf den Klassikern der ungarischen Küche mit Gerichten, die seit Jahrzehnten untrennbar mit diesem legendären Lokal verbunden sind. Dazu gehören selbstverständlich Gulaschsuppe, gebratene Entenleber mit Rosé-Birne und geröstetem „Kalács“-Butterkuchen, Rindsgulasch mit Sztrapacska-Spätzle und als Dessert Schomlauer Nockerln.

