Deutschunterricht in der Fußgängerzone. Foto: WV / Melanie Wrede

Rückblick auf eine Festivalwoche der deutschen Sprache

„Wunderbar“ in Veszprém

Vom 28. März bis zum 2. April fand unter dem Titel „Wunderbar“ zum ersten Mal in Ungarn eine Woche der Deutschen Sprache statt. Landesweit gab es etwa 140 Veranstaltungen.

Die Stadt Veszprém, europäische Kulturhauptstadt 2023, stellte über 40 abwechslungsreiche Veranstaltungen mit insgesamt rund Tausend Teilnehmern auf die Beine. Haupt­organisatorinnen waren Melanie Wrede, Fachschaftsberaterin der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA), und Mária Eich, Vorsitzende der Deutschen Nationalitätenselbstverwaltung.

„Es ist einfach großartig zu sehen, wie viele Menschen das Interesse an der deutschen Sprache und Kultur teilen“, so Melanie Wrede. Zahlreiche öffentlichkeitswirksame Aktionen hätten dies gezeigt. So wurde unter anderem eine Klasse des Lovassy-Gymnasiums auf dem Veszprémer Markt für einen Flash­mob aktiv. Eine Klasse verlegte sogar ihren Deutschunterricht in die Fußgängerzone der Stadt. „Der deutsch-ungarische Freundschaftsvertrag wurde hier in Veszprém wirklich mit Leben gefüllt“, ist sie sich sicher.

Zu Besuch auf dem Veszprémer Markt. Foto: WV / Melanie Wrede

Der Bürgermeister der Partnerstadt Senftenberg, Andreas Fredrich, der sich fest vorgenommen hatte, einen eigenen Beitrag zum Festival zu leisten, musste leider kurzfristig seine Teilnahme absagen. Er schickte aber ein herzliches Grußwort. „Die Idee, einer Sprache ein ganzes Festival zu widmen, finde ich ganz hervorragend. Mit Sprache fängt alles an, Sprache steuert unser Denken. Wir können buchstäblich nur das denken, wovon wir Worte und Begriffe haben“, hieß es darin unter anderem.

„Mir lag besonders am Herzen, junge und alte Menschen zusammenzubringen, um für die Weitergabe von Sprache und Traditionen zu werben“, unterstrich Mária Eich. „Daher freut es mich sehr, dass wir nach zwei Jahren Pandemie endlich generationenübergreifend getanzt, gesungen, gebastelt, gespielt und gesprochen haben.“ Außerdem sei sie dankbar für zahlreiche helfende Hände und die finanzielle Unterstützung durch die Stadt. Für die kommenden Monate seien bereits weitere Veranstaltungen geplant.

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