Foto: Lajos Káposzta

Batschka-Deutschtum

Wissenschaft und mehr

Die Norbatschka-Landschaft befindet sich in Südungarn, im Komitat Bács-Kiskun. Das Zentrum dieser Region ist Baja, in dem viele ungarndeutsche Institutionen und Vereine beheimatet sind.

Diese müssen sowohl fachlich als auch finanziell stabile Fundamente haben. Besonders zu letzterem hat die örtliche Büroleiterin der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen, Andrea Knoll-Bakonyi, in den vergangenen Jahren viel beigetragen.

Für ihr Engagement erhielt sie bei der Herbstkonferenz der Ortshistoriker die höchste Auszeichnung des AKuFF, das Genealogenkreuz in Gold. Der „Arbeitskreis ungarndeutscher Familienforscher“ ist ein Verein, der seit 25 Jahren zahlreiche Forschungen, Recherchen und Publikationen landesweit organisiert.

Wie in der Laudatio bekannt wurde, ist die Ausgezeichnete als Schatzmeisterin besonders in der Verwaltungsarbeit aktiv. Vereinsobmann Kornél Pencz hob hervor, dass ohne ihre Mitwirkung diese Arbeit kaum zu finanzieren wäre. Sie wisse nämlich am besten, woher man Fördergelder für die vielfältige Tätigkeit beschaffen könne!

Der „Überraschungsgast“ des Festes war ein außerordentlicher Showman des ungarischen öffentlichen Lebens, der Humorist Sándor Fábry. Was man von ihm wissen muss: Seine Familie stammt aus dem nordungarischen, heute nordslowakischen Zipserland (ung.: Szepesség). Die dortigen Deutschen mussten ihr Land nach dem Zweiten Weltkrieg verlassen, ihre Nachkommen leben heute teils in Ungarn. Fábry ist Deutschlehrer und Reiseleiter mit Hochschulabschluss.

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